Gölä und Trauffer: «Das wird die gröbste Show»

Wilderswil

Ihr Konzert im Letzigrund ist bereits ausverkauft. Diese Woche erscheint nun auch die gemeinsame Platte: Die «Büetzer Buebe» sind derzeit mit einem grossen Truck auf Promo-Tournee.

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Am Anfang war das ESAF. «Ohne das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Zug würde es die Büetzer Buebe nicht geben», sagt Marc Trauffer. Gölä und er wurden beide angefragt, einen Schwingfest-Song zu schreiben. Trauffer vom Fernsehen, Gölä vom Veransalter. Man einigte sich schliesslich auf einen Song. «Maa gäge Maa» heisst er und ist der abschliessende Song auf dem Büetzer-Buebe-Album, das diesen Freitag erscheint.

Die Idee, anstatt nur eines Songs ein ganzes Album zu produzieren, entstand auf einer gemeinsamen Autofahrt. Nur einen Tag später war per Handschlag besiegelt, ein Konzert im Letzigrund zu veranstalten. «Wir hatten grossen Respekt. Wir wussten nicht, wie diese Idee bei unseren Fans ankommt», so Trauffer. Doch binnen zwei Monaten war das Konzert vom 22. August 2020 restlos ausverkauft. Gestern wurde bekannt, dass die Büetzer Buebe am Folgetag an gleicher Stätte ein Zusatzkonzert geben. «Um wirklich all unsere Fans beglücken zu können, die uns sehen wollen», sagt Gölä.

«Unmengen Sonnencreme»

Dies alles erzählen die beiden Sänger auf dem Dach eines schwarzen Lastwagens am Bahnhof Wilderswil. Ihr Album erscheint am 9. August, und um es zu vermarkten, sind Gölä und Trauffer mit diesem Gefährt in den kommenden Wochen in der ganzen Schweiz unterwegs. Im Büetzer-Buebe-Stil kann man darin Zigarren rauchen und Bier trinken. Den Truck steuern sie übrigens selber: Sowohl Gölä wie auch Trauffer haben letzte Woche die LKW-Fahrprüfung bestanden. Von Bern nach Wilderswil fuhr Gölä. «Damit Trauffer die Social-Media-Kanäle füttern konnte.» Mit diesen habe er selber überhaupt nichts am Hut.

Die Präsenz der Büetzer-Buebe in sozialen, aber auch in Printmedien ist schon jetzt hoch. Deutlich mehr als die zwei bisher veröffentlichten Songs wurden ihre verbrannten Köpfe nach dem Videodreh zum ESAF-Song auf dem Jungfraugipfel diskutiert. Gölä litt darauf sogar an Schneeblindheit. Inzwischen findet er die Geschichte lustig, deshalb habe er dem «Blick» auch die Fotos geschickt. «Die Fans haben uns Unmengen an Sonnencreme zugeschickt», lacht er.

Keine weiteren Konzerte

Ihr Letzigrund-Konzert veranstalten die Büetzer-Buebe übrigens eigenhändig. Sie haben den Mietvertrag mit dem Letzigrund unterschrieben und tragen das volle Risiko. Dafür haben sie eine Firma gegründet, die «Büetzer Buebe AG», die gemäss Handelsregister unter anderem «den Erwerb von Wald und den Handel mit Holzrechten sowie die Herstellung und den Verkauf von Baumaschinen» zum Zweck hat. Dies sei natürlich nur ein Scherz, so Gölä. «Wir mussten einen Zweck angeben. Und wir konnten ja schlecht schreiben, dass es diese Firma gibt, um zwei Stunden lang Gitarre zu spielen.»

Abgesehen von den zwei Shows in Zürich sind weitere Konzerte übrigens ausgeschlossen. «Es wird eine einmalige Geschichte», so Trauffer. «Sie hat sich ergeben, weil wir beide gerade eine Pause eingelegt hatten.» Im Letzigrund hätte noch nie ein Schweizer Künstler gespielt. «Die Herausforderung hat uns einfach gereizt», so Trauffer.

In Zürich werden sie «mit allem auffahren», sagt Gölä. «Das wird die gröbste Show, die es dort draussen je gab.»

Das Album «Büetzer Buebe» erscheint diesen Freitag, 9. August. Beigelegt ist ein rund 80-seitiges Booklet mit Bildern und Geschichten zum Entstehungsprozess.

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