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Grosses Treffen der Spitzenklöpplerinnen

Rund 800 Personen werden zur Tagung der Vereinigung der Schweizerischen Spitzenmacherinnen Ende Mai erwartet. Klöppeln hat im Lauterbrunnental bis heute Tradition.

Das Klöppelkissen ist die ­Arbeitsunterlage beim Spitzenmachen.
Das Klöppelkissen ist die ­Arbeitsunterlage beim Spitzenmachen.
Samuel Günter

Ende Mai wird Lauterbrunnen zum Schweizer Zentrum des Klöppelns oder Spitzenmachens. Am Samstag, 26. Mai, organisiert der Verein Lauterbrunner Spitzenklöpplerinnen die 35. Tagung der Vereinigung der Schweizerischen Spitzenmacherinnen (VSS). «Wir erwarten um die 800 Besucher», weist OK-Präsidentin Cécile Mäder auf die doch stattliche Grösse des Anlasses hin.

Mitglieder des Tagung-OK (v.l.): Sekretärin Nadine Balmer, Vizepräsidentin Marianne Rubin und Präsidentin Cécile Mäder. Bild: Samuel Günter
Mitglieder des Tagung-OK (v.l.): Sekretärin Nadine Balmer, Vizepräsidentin Marianne Rubin und Präsidentin Cécile Mäder. Bild: Samuel Günter

Die Schweizer Klöppelszene trifft sich jeweils jährlich. Schon vor 35 Jahren bei der ersten Tagung kam Lauterbrunnen zum Handkuss. Für die diesjährige Austragung habe man sich nicht beworben, erklärt Marianne Rubin, Vizepräsidentin des OK und Präsidentin des Lauterbrunner Vereins. «Der Verband hat uns angefragt.»

Grosse Unterstützung

Rund 2 Jahre nahmen die Vorbereitungen für die Tagung in Anspruch. Dabei sei das neunköpfige OK vom Verband begleitet und unterstützt worden. «Wir haben genaue Anleitungen und Auflagen bekommen», erklärte Cécile Mäder. Aber auch im Tal sei man auf grosse Hilfsbereitschaft gestossen. «Die Unterstützung ist enorm», meint die OK-Präsidentin. «Sei es von anderen Vereinen, der Tourismusorganisation, der Gemeinde oder dem Gewerbe. Das ist nicht selbstverständlich.» Gerade beim Aufbau seien starke Männerhände hilfreich – Jodler, Turner und Musiker hätten sofort ihre Unterstützung zugesagt, ohne dass man sie gross hätte darum bitten müssen.

Beliebt bei den Jungen

Die Tagung dauert von 8.30 bis 17 Uhr mit einem Festakt um 10.30 Uhr in der Kirche. Es werden Arbeiten ausgestellt, und spezialisierte Händler präsentieren ihre Waren und Klöppelbriefe. Klöppelbriefe sind die Anleitungen oder Muster.

Auch ein Wettbewerb wird durchgeführt. Dieser läuft ei­gentlich schon. Denn die Arbeiten, die an der Tagung prämiert werden, sind nun in Herstellung. Eine Jury bestehend aus zwei Klöppelexpertinnen und einem Künstler werden die Arbeiten bewerten. «Dabei werden Ausführung und Kreativität gewichtet.»

Junge würden sich zunehmend fürs Klöppeln interessieren, erklärte Cécile Mäder. Entsprechend gibt es beim Wettbewerb auch eine Kategorie für Jugend­liche.

Im Lauterbrunnental erfreue sich das Klöppeln grosser Beliebtheit, meint Marianne Rubin. Hier hat das Spitzenklöppeln eine lange Tradition (siehe Kasten). «Früher als wichtige Einnahmequelle in Heimarbeit, heute als Hobby.» Und die «Lauterbrunner Klöppelspitzen» seien über die Landesgrenzen hinaus ein Begriff.

Die Tagung steht auch Interessierten offen, die nicht Mitglied der VSS sind. Bewohner der Gemeinde Lauterbrunnen erhalten dabei vergünstigten Eintritt.

www.kloeppeln-lauterbrunnen.ch

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