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Guggers goldene Tipps für das WM-Trio

Als 20-jähriger Plättlileger holte Thomas Gugger 2011 an den World Skills in London Gold: Als letzter Berufsweltmeister aus der Region hat der Buchholterberger einige Tipps für Fabien Gyger, Beat Schranz und Marcel Wyss auf Lager.

Weltmeister Thomas Gugger an der World-Skills-Siegerehrung 2011 in London.
Weltmeister Thomas Gugger an der World-Skills-Siegerehrung 2011 in London.
zvg

Weltmeister! Bester Plattenleger der Welt! «Es hat mich damals an der Siegerehrung völlig umgehauen, dass es für Gold gereicht hat», erinnert sich Thomas Gugger und schmunzelt. Es sei damals das bekannte Tüpfelchen auf dem i gewesen.

«Alle machen Fehler»

An den World Skills Competi­tions, wie die Berufsweltmeisterschaft genannt wird, hatte der junge Buchholterberger 2011 die globale Konkurrenz, freilich im übertragenen Sinn, an die Wand «geplättlet». Der heute 25-Jährige ist der letzte Berufsweltmeister aus der Region.

Welche Tipps hat er für das aktuelle Oberländer Trio, das am Sonntag in Zürich-Kloten die Maschine nach Abu Dhabi besteigt, auf Lager? «Man darf sich nicht ablenken oder beeinflussen lassen und muss sein Ding durchziehen.» Gerade in handwerklichen Berufen sehe man die Arbeiten der Mitstreiter. «Es läuft aber nie bei allen alles rund – es herrscht Zeitdruck, und kleine Fehler passieren allen. Daher gilt es, ruhig und fokussiert zu bleiben, das Mentale ist ein wesentlicher Punkt», meint Thomas Gugger.

Er erinnert sich, dass auch sein Wettkampf nicht reibungslos über die WM-Bühne gegangen war. In den ersten beiden Tagen hatte er sich einen Rückstand eingehandelt, dann aber alles auf eine Karte gesetzt. Sein Mut wurde mit der Goldmedaille belohnt.

Auch empfiehlt er Fabien ­Gyger, Marcel Wyss und Beat Schranz, dass sie sich zu Beginn des Wettkampfs ausreichend Zeit nehmen, um die Aufgaben und Pläne zu studieren. «Das zahlt sich später aus», weiss er.

World Skills als Lebensschule

Hat sich sein Sieg in London auch für seine persönliche Karriere ausbezahlt? Und wenn ja, wie? «Ich konnte an den World Skills wertvolle Erfahrungen sammeln, habe speziell im mentalen Bereich stark profitiert und viele Leute kennen gelernt.» Auch konnte ich mir in der Branche dank des WM-Titels einen Namen machen, was ein Vorteil war.

«Es ist nun sechs Jahre her, und es war im Vorfeld doch streng, dennoch habe ich die Zeit unverändert in sehr guter Erinnerung. Allein schon die Eröffnungsfeier war genial.» Zu guter Letzt hat Thomas Gugger, der nach der Rekrutenschule, einer Reise und der Zweitausbildung zum Landwirt – er plant einst, den elterlichen Hof zu bewirtschaften – sich wieder den Plattenarbeiten zugewandt hat, einen wichtigen Tipp für die Oberländer WM-Fahrer: «Obwohl es am Wettkampf heisst ‹Gring abe u seckle›, muss die Berufs-WM-Teilnahme unbedingt genossen werden. Denn sie ist ein einmaliges Erlebnis!»

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