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Harmonisches Quartett

Die Frauen des TC Alpenregion haben am zentralen Interclub-Finaltag in Burgdorf – wie in den letzten Jahren oft – gegen Uster verloren. Der Harmonie im Team tut dies indes keinen Abbruch.

Das Team: Sarah Giger, Marianne Rössler, Denise Hunziker und Petra Mischler (von links).
Das Team: Sarah Giger, Marianne Rössler, Denise Hunziker und Petra Mischler (von links).
Daniel Christen

Der Optimismus war da bei Sarah Giger, Marianne Rössler, Denise Hunziker und Petra Mischler. Diesmal sollte sich das Geschehen am zentralen Interclub-Finaltag in Burgdorf anders entwickeln, wenn die vier Frauen des in Meiringen angesiedelten TC Alpenregion gegen die Titelverteidigerinnen aus Uster auf den Platz gehen würden.

Doch die vier mussten sich am Samstag bald einmal eingestehen, dass die Gegnerinnen aus Zürich einmal mehr eine zu grosse Hürde darstellen. Wie in den letzten Jahren oft, als Uster immer irgendwann dem sportlichen Erfolg der Oberländerinnen im Weg stand. Im letzten Jahr hatten sie am Finaltag mit 1:4 das Nachsehen, heuer sollte das Verdikt mit 0:4 gar noch deutlicher ausfallen. Die Enttäuschung darüber, dass es erneut nicht für den ersten Schweizer-Meister-Titel der Vereinsgeschichte in der Kategorie 40+ gereicht hat, hält sich allerdings in Grenzen. «Es ist immer unser Ziel, dass wir am Finaltag spielen können. Und das haben wir geschafft», sagt Petra Mischler.

Grosse Distanzen

Giger, Rössler und Mischler spielen seit vier Jahren zusammen, Hunziker ist aufgrund von Verletzungen und Rücktritten auf diese Saison hin neu dazugestossen. «Wir harmonieren sehr gut», sagt Mischler. Diese Harmonie ist auch in Burgdorf spürbar, der Spass soll für sie auf dem Tennisplatz im Vordergrund stehen. Zumal es ohnehin nur selten vorkommt, dass die vier überhaupt einmal zusammen der gelben Filzkugel nachjagen.

Die Teamkolleginnen wohnen so weit voneinander entfernt, dass jede etwa anderthalb Stunden Auto fahren müsste, bis sie alle beieinander wären, und da es sowieso schwierig ist, einen Termin zu finden, an dem alle Zeit haben, haben sich die Frauen des TC Alpenregion dafür entschieden, individuell Tennis zu spielen und sich dann einfach für die Interclub-Matchs zu treffen. Während der Wintersaison sähen sie sich vielleicht ein- bis zweimal, sagt Sarah Giger, wenn sie sich beispielsweise für ein Essen verabreden. «Aber weil wir uns fast nie sehen, kommen wir auch so gut miteinander aus», sagt sie und lacht.

Abwerbungsversuche

Mindestens einmal pro Woche auf dem Tennisplatz zu stehen, setzen sich die Frauen des TC Alpenregion zum Ziel – was freilich aufgrund von beruflichen und anderweitigen Verpflichtungen nicht immer möglich ist. Marianne Rössler jedoch spielt nach Möglichkeit jeden Tag Tennis. «Ich muss mehr investieren, damit ich das Niveau halten kann», sagt sie. Die 59-Jährige ist deutlich älter als ihre Teamkolleginnen und könnte seit Jahren auch in der Kategorie 50+ spielen. Derartige Abwerbungsversuche hat sie jedoch bis anhin immer abgelehnt.

Sie mag die sportliche Herausforderung, und da sie sieht, dass sie nach wie vor mit den Jüngeren mithalten kann, ist für sie ein Wechsel in eine höhere Altersklasse nach wie vor kein Thema. «Wir brauchen sie», sagt Giger. «Sie ist eine Kapazität für uns.» Schliesslich soll im nächsten Jahr, wenn irgendwann wieder Uster auftaucht, die Hürde endlich genommen werden.

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