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Heime nutzen Sonne

Solar BeO Ost plant zwei Solarstromanlagen auf den Dächern der Alters- und Pflegeheime Rosenau und Birgli.

Solar BeO will auf den Dächern der Alters- und Pflegeheime Rosenau und Birgli Solarstromanlagen bauen. (Symbolbild)
Solar BeO will auf den Dächern der Alters- und Pflegeheime Rosenau und Birgli Solarstromanlagen bauen. (Symbolbild)
Moritz Hager

35'300 Kilowattstunden Strom hat die allererste Anlage der Genossenschaft Solar BeO Ost auf dem Chabismoos-Schulhaus in Matten letztes Jahr geliefert, insgesamt 100'100 Kilowattstunden produzierten die Anlagen auf den Häusern der Stiftung Alpbach in Meiringen.

«Der Solarstrom vom Dach konnte weitgehend vor Ort verbraucht werden», berichtete Präsidentin Branka Fluri an der Generalversammlung von Solar BeO Ost am Donnerstag. Das rentiert, und die Stiftung Alpbach hat sich deshalb auch das Recht ausbedungen, die Fotovoltaikanlagen bei Gelegenheit von der Solar-Genossenschaft zu kaufen. Wie auch bei ihren anderen Projekten wird die Genossenschaft Solar BeO Ost dabei nur die Materialkosten und die Arbeit in Rechnung stellen.

Kredit für neue Anlage

Das Alters- und Pflegeheim Rosenau in Matten, in dessen Saal sich die Solar-Genossenschafter trafen, finanziert seine Anlage gleich von Anfang an selber und mit Sponsoren. Montiert wird ab Montag, 29. April, wie Remo Zumbrunn von der Energiewende-Genossenschaft erläuterte, der die Anlage plant und baut.

Am Samstag vorher lädt das Heim zum Treberwurstessen, an dem interessierte Gönner ein oder mehrere Module der 550 Quadratmeter grossen Anlage spenden können. «Die Fotovoltaikanlage soll 85'000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen», sagte Hans Nyffenegger, Präsident des Trägervereins der Heime Rosenau und Birgli, Pro Senectute Interlaken. «Und wir rechnen mit einem Eigen­verbrauch von 80 Prozent.»

Auch das Birgli interessiert sich für Solarstrom von den eigenen Dächern. Hier käme wieder das gleiche Modell wie beim Alpbach zum Zug: Die Genossenschaft Solar BeO Ost baut die Anlage mit einem Kaufrecht für das Heim. Den Rahmenkredit von 190'000 Franken sprach die Generalversammlung am Donnerstag einstimmig. Zuvor hatte Finanzchef Felix Hofstetter erläutert, wie das Projekt dank genügend Eigenmitteln, Darlehenszusagen, Eigenarbeit von Verwaltungsmitglied Armin Hemmi und Freiwilligen sowie der Einmalvergütung vom Bund, Kleiv, finanziert werden kann.

Ein Wermutstropfen bleibt, dass alle Solarpanels aus China stammen. Genossenschafter Hanspeter Berger hätte sich in der Schweiz hergestellte Panels gewünscht, die aber mehr als doppelt so viel kosten würden. «Das ist nicht nachhaltig, aber zu akzeptieren, solange die Schweiz keine CO2-Gesetzgebung hat, welche Schweizer Produkte ­wieder lohnend macht», meinte Berger.

Aussergewöhnlicher Gewinn

Einstimmig genehmigte die Versammlung die Rechnung 2018, die dank einer Spende von 80'000 Franken mit einem aussergewöhnlichen Gewinn von 877'36 Franken abschloss, und bestätigte die Verwaltung für weitere zwei Jahre im Amt.

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