Zum Hauptinhalt springen

«Heute ist für alle ein Festtag»

Mit einem Einweihungsfest wurde das nun aus drei Gebäuden bestehende Alterszentrum Lindenmatte offiziell der Öffentlichkeit übergeben. Sorgen bereiten die kantonalen Sparpläne.

Vor den Neubauten: Pro-Senectute-Präsident Peter Brügger, flankiert von Thomas Mann (links) und Regierungsstatthalter Christian Rubin.
Vor den Neubauten: Pro-Senectute-Präsident Peter Brügger, flankiert von Thomas Mann (links) und Regierungsstatthalter Christian Rubin.
zvg

«Ihr habt hier ein Werk vollbracht, das auch mich mit Stolz erfüllt – Chapeau!» So äusserte sich Regierungsstatthalter Christian Rubin am Eröffnungsakt des Alterszentrums Lindenmatte gegenüber Thomas Mann und Peter Brügger. Letzterer hat das Präsidium von Pro Senectute Niedersimmental – der Trägerschaft des Zentrums – 2014 von Thomas Mann übernommen.

Brügger hielt vor den Gästen fest: «Wir schenken den Senioren achtzehn moderne altersge­rechte Wohnungen an bester Wohnlage, den Pflegebedürftigen 73 geräumige Pflegezimmer in sechs Wohngruppen und den Niedersimmentaler Gemeinden ein Alterszentrum.» Die Pro-Senectute-Sektion setze damit deren Altersleitbild um. Die Region erhalte ein Gesundheitszentrum mit Spitex, Physiotherapie und Arztpraxis. «Leider fehlen uns die Hausärzte noch . . .»

Erlenbachs Gemeinderatspräsident Simon Künzi bestätigte die Bedeutung von Pro Senectute als Partner der Gemeinden: «Viele Angebote für die Seniorinnen und Senioren – die einen immer grösseren Teil unserer Gesellschaft ausmachen – werden aus einer Hand und professionell angeboten.» Der Aus- und Neubau bestätige die Zentrumsfunktion von Erlenbach und steigere die Attraktivität der ganzen Region.

Oppositionslos gebaut

Baukommissionspräsident Bernhard Abbühl präsentierte den Anwesenden mit Wort und Bild, wie seit 2010 rund 21,5 Millionen in Planung und Realisierung des Alterszentrums investiert worden sind. «Der schrittweise Rückzug der Spital STS AG aus den ehemaligen Klinikgebäuden hatte mehrere Projektanpassungen zur Folge. Dann konnten wir ohne Einsprachen bauen – die Bevölkerung steht zu unserem Tun. Heute ist für alle ein Festtag.»

Architekt Heinz Brügger lobte das Team um Bernhard Abbühl: «Meine anfängliche Skepsis gegenüber diesem Laiengremium ist rasch verflogen. Die Diskussionskultur war super, der Einbezug des Heimpersonals hat sich sehr bewährt, und ich zolle der Beharrlichkeit und Risiko­bereitschaft der Bauherrschaft grossen Respekt.»

Sparpläne machen Sorgen

Geschäftsleiter Michael Oppliger erläuterte das gesamte Angebotspaket des Zentrums, das auch Dienstleistungen (Restauration, Lingerie) gegenüber Dritten beinhaltet. «Sorgen bereiten uns die Sparpläne des Kantons: Kürzungen beim Infrastrukturbeitrag und bei den Beiträgen an die Spitex.» Regierungsstatthalter Rubin hielt dazu fest: «Der Kanton dürfte gegenüber dem Berggebiet ruhig etwas grosszügiger sein: Unsere Bevölkerung geht im Schnitt fünf Jahre später ins Altersheim und verbleibt dort somit auch kürzere Zeit.»

Nun, zumindest am Einweihungsfest Lindenmatte herrschte eitel Freude: Bewohner und Besucher genossen die Darbietungen der Swiss Ländler Gamblers, des Quintetts Clarinettissimo sowie des Jodlerklubs Erlenbach. Und auch die Führungen durch die Anlage stiessen auf grosses Interesse.

(pd)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch