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Instagramer lieben #Interlaken

Auf der App «Instagram» verzeichnet Interlaken über 350'000 Beiträge. Damit lässt der Ort zum Beispiel das Matterhorn hinter sich. Die Tourismusorganisationen schneiden sich ein Stück vom Instagram-Kuchen ab.

Der indische Bollywoodstar Ranveer Singh veröffentlicht ein Bild auf Instagram, 108’140 Nutzer finden es toll. Quelle: Instagram.com//ranveersingh

«Vor #Matterhorn und #LagoMaggiore» – so titelte der Blick kürzlich. Interlaken verweist mit über 350'000 Beiträgen den Lago Maggiore (über 320'000) und das Matterhorn (über 296'000) auf die Plätze. Die Rede ist von der Anzahl #Interlaken, also Hashtags mit der Ortsangabe, auf der App «Instagram» (siehe Box).

«Wir veröffentlichen pro Woche ungefähr sechs Stimmungsbilder aus der Destination.»

Cindy Auf der Maur, Assistant Manager Communications Tourismusorganisation Interlaken

Auch die Tourismusorganisationen wollen ein Stück vom Instagram-Kuchen. Die meisten agieren selbst als Nutzer auf Ins­tagram. So auch Interlaken und Gstaad. «Unser Account @myinterlaken wird täglich aktiv betreut», sagt Cindy Auf der Maur, als Assistant Manager Communications bei der Tourismusorganisation Interlaken (TOI) für die Betreuung der Social-Media-Kanäle zuständig.

«Wir veröffentlichen pro Woche ungefähr sechs Stimmungsbilder aus der Destination, die Fans aus aller Welt an die Ferienregion erinnert.»

Eigene und fremde Beiträge

Wie viele eigene Beiträge und wie viele geteilte Beiträge von anderen Nutzern in den Myinterlaken-Kanal einflössen, geschehe zufällig. «Täglich werden zahlreiche Schnappschüsse von Touristen, Fotografen oder von Einheimischen veröffentlicht, weshalb wir sehr oft die schönsten Bilder reposten.»

Mehrmals wöchentlich werden durch Auf der Maur via den Myinterlaken-Account auch Beiträge mit den Hashtags #interlaken, #thunersee oder #schilthorn mit einem Herzen versehen, also ein Like verteilt.

Was auffällt: Die TOI selbst verwendet das Hashtag #interlaken nicht, sondern arbeitet mit #myinterlaken – analog dem Accountnamen. Dadurch geht eine gewisse Präsenz verloren, wenn die Instagram-Benutzer via das Hashtag #interlaken Beiträge suchen. Diejenigen von Interlaken Tourismus tauchen da nicht auf. «In Zukunft werden wir #interlaken bestimmt vermehrt einsetzen», so Auf der Maur.

«Interlaken hat viele Gäste aus den Fernmärkten wie China, Indien oder den Golf­staaten. In diesen Zielregionen hat Instagram eine sehr grosse Bedeutung.»

Kerstin Sonnekalb, Leiterin Marketing Kommunikation Gstaad Marketing GmbH

Auch Gstaad ist auf Instagram präsent. Aktuell finden die Ins­tagramer, wie die Benutzer genannt werden, über 100'000 Beiträge. Die Differenz zu Interlaken erklärt sich Kerstin Sonnekalb, Leiterin Marketing Kommunikation bei der Gstaad Marketing GmbH, so: «Interlaken hat viele Gäste aus den Fernmärkten wie China, Indien oder den Golf­staaten. In diesen Zielregionen hat Instagram eine sehr grosse Bedeutung.»

Die Destination Gstaad verfügt auch über einen Account (@gstaad_pr), die Bewirtschaftung läuft ähnlich wie bei der TOI. «Instagram läuft in meiner Regie», erklärt Sonne­kalb. Gepostet würden ein bis drei Bilder täglich. «Die meiste Arbeit passiert nach Feierabend, respektive ausserhalb der Bürozeiten», so Sonnekalb weiter.

Um über Instagram noch mehr Fans von Gstaad zu erreichen, hat die Organisation bereits 2014 beliebte Instagramer eingeladen (wir berichteten).Diese Benutzer weisen eine hohe Followerzahl, also Nutzer die ihrem Account folgen, auf.

Sie posteten ein Bild von Gstaad, versehen mit den entsprechenden Hashtags, und verbreiteten damit die Impressionen aus dem Saanenland in die ganze (Online-)Welt. Bisher wurden drei solche «Gstaad Instameets» durchgeführt. «Im Moment konzentrieren wir uns aber auf andere Projekte», sagt Sonnekalb.

Auch Interlaken Tourismus hatte schon international bedeutende Blogger zu Besuch. «Einer der grössten Beeinflusser war der indische Bollywoodstar Ranveer Singh, der im letzten Sommer Interlaken besuchte und über 7,9 Millionen Fans auf Ins­tagram verfügt», sagt Cindy Auf der Maur.

Beide Tourismusorganisationen setzen momentan auf die Verbreitung der Bilder aus ihrer Region. Bezahlte Werbung, die auf Instagram seit Juli 2016 möglich ist, nutzen beide noch nicht.

Instagram-Accounts

Tourismusorganisation Interlaken: @myinterlaken Gstaad Marketing GmbH: @gstaad_pr

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