Investitionslust und Lob nach Bern für die Rothorn-Bahn-Unterstützung

Brienz

57 Brienzer Stimmberechtigte bewilligten ein ausgeglichenes Budget. Investiert werden sollen 7,6 Millionen Franken, vor allem in die Sanierung der Schulzimmer.

Wegen der Unterstützung der Brienz-Rothorn-Bahn: Für den Kanton Bern gab es Lob aus der Brienzer Gemeindeversammlung.

Wegen der Unterstützung der Brienz-Rothorn-Bahn: Für den Kanton Bern gab es Lob aus der Brienzer Gemeindeversammlung.

(Bild: Guido Lauper)

Für einmal lobte der Brienzer Gemeinderatspräsident Peter Zumbrunn den Kanton Bern: Dieser unterstützt die Brienz–Rothorn-Bahn – falls es kein Referendum gibt – mit einem Kredit von 5,2 Millionen Franken und schreibt ein 1,2-Millionen-Darlehen ab. Das Budget 2018 gab an der Gemeindeversammlung keinen Anlass zur Diskussion. «Wir sind vorsichtig und umsichtig mit den Gemeindefinanzen umgegangen», sagte die zuständige Gemeinderätin Trine Altermann.

Der Steueransatz bleibt bei 1,81 Einheiten. Beim Gesamthaushalt ist ein Aufwand von 19,75 Millionen Franken vorgesehen und ein Ertragsüberschuss von 35'880 Franken. Der Überschuss resultiert dank der Spezialfinanzierung Wasserkraftwerke, die mit einem Ertragsüberschuss von 115'000 Franken budgetiert ist. Die an der Urne bewilligte Sanierung der Schulzimmer ist mit 3,66 Millionen Franken der höchste Ausgabeposten im Investitionsbudget.

Steuerfinanziert sind weiter die Sanierung der Zivilschutzanlage für 0,6 Millionen Franken und der Beitrag von 200'000 Franken für die Beschneiung der Axalp. In den kommenden Jahren steht mit der 19-Millionen-Sanierung der Abwasserreinigungsanlage eine grosse Investition an, welche die Verschuldung steigen lassen wird. Gemeinderatspräsident Peter Zumbrunn orientierte, dass es nach der Arbeitsvergabe an einen Gesamtplaner eine Einsprache eines Konkurrenten gegeben hat. Er hofft, dass der Baukredit im Herbst 2018 den Bürgern vorgelegt werden kann.

Pony lag ab

Nicht im Investitionsbudget aufgeführt ist der Kredit von 120 000 Franken für den Ersatz des 18-jährigen Winterdienstfahrzeugs Pony, das vor allem bei der Trottoirschneeräumung eine wichtige Funktion hat. Es ist jetzt aber mit Motorschaden vollständig ausgefallen.

Die Versammlung bewilligte den nötigen Kredit mit dem Hinweis eines Bürgers, dass es doch ein sehr stolzer Preis für das gewählte Vorführmodell sei. Die Versammlung änderte das Tourismusreglement so ab, dass auch Organisationen wie Airbnb für Kurtaxe und Beherbergungsabgabe zur Kasse gebeten werden können.

Strasse wurde unterspült

Gemeinderätin Marianne Isler orientierte über den Bruch der Hauptwasserleitung unter der Trachtlistrasse vom 17. November, bei dem 5000 Liter Wasser ausgeflossen sind. Die Strasse wurde unterspült und muss saniert werden, was zu Verkehrsumleitungen geführt hat. Ein Teil der nötigen Arbeiten wird erst im Frühjahr ausgeführt. Ein Ausschuss soll sich, wie Peter Zumbrunn orientierte, mit den gemeindeeigenen Liegenschaften befassen, die nicht für Gemeindeaufgaben nötig sind.

Berner Oberländer

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt