Ja zu Neubau für Sicherheit der Kinder

Oberwil

48 Befürworter stimmten an der Gemeindeversammlung Oberwil für die 250 000 Franken teure Hängebrücke. Mit ihrem Entscheid trugen die Stimmbürger der angestrebten ­Sicherung des Schulweges aus dem Gebiet Fischbach/Weissenburg bei – und dies von der rechten Talseite zum Schulhaus.

Blick auf die Bunschenbrücke: Die Gemeindeversammlung hat einem Neubauprojekt für eine Hängebrücke zugestimmt.

Blick auf die Bunschenbrücke: Die Gemeindeversammlung hat einem Neubauprojekt für eine Hängebrücke zugestimmt.

(Bild: Fritz Leuzinger)

An der Gemeindeversammlung von Oberwil löste einzig das Neubauprojekt einer Hängebrücke als Schulwegsicherung eine angeregte Diskussion aus. Nach einigen ablehnenden Voten unterstützte Gemeindepräsident Michael Blatti das Vorhaben: «Wenn wir unsere Schule erhalten wollen, müssen wir eine durch den Schulinspektor geforderte Schulwegsicherung befolgen.»

Angeregte Debatte

Den umfassenden Erläuterungen von Gemeinderat Ueli Heim mit dem Ressort Bildung und Kultur zur Schulwegsicherung für die neun Kinder auf der gegenüberliegenden Talseite folgte in der Turnhalle des Schulhauses eine angeregte Debatte. Die geplanten baulichen und finanziellen Massnahmen wurden einem einzusetzenden Schulbus gegenübergestellt. Von den 80 Stimmberechtigten (12,5 Prozent) sprachen sich 48 für den doch attraktiven Schulweg über die als Fussweg und fürs Fahrrad taugliche Hängebrücke aus.

Die beantragte Rückweisung des Projektes vereinigte auf sich nur 19 Stimmen bei 13 Enthaltungen. Von den betroffenen Amtsstellen gab es auf entsprechende Voranfragen positive Reaktionen.

1,3 Millionen Investitionen

Gemeindeverwalter Ramon Kunz präsentierte den Voranschlag fürs kommende Jahr. Das Gesamtbudget mit den Spezialfinanzierungen Wasserversorgung sowie Abwasser- und Abfallentsorgung sieht einen Aufwandüberschuss von rund 66 000 Franken vor. Die Erfolgsrechnung im Allgemeinhaushalt von rund 3 Millionen Franken sieht einen Mehraufwand von 13 385 Franken vor und basiert auf gleichbleibenden 1,64 Steuereinheiten.

Informativ erwähnte Kunz die im 2018 geplanten Investitionen von rund 1,3 Millionen Franken. Die bewilligten 250 000 Franken zur Schulwegsicherung mit der Hängebrücke sind Bestandteil davon. Der grösste Brocken ist mit 420 000 Franken der Strassenunterhalt Schwendi-Büel. Die Budgetvorlage wie auch der beantragte Betriebsbeitrag von 10 000 Franken an die Skilift Rossberg AG, als Zustupf seitens der Bevölkerung, wurde wortlos akzeptiert.

Schär bestätigt

Gemeinderätin Marlen Schär wurde in ihrem Amt bestätigt. Auch die externe Revisionsstelle T & R Oberland AG wurde bestätigt. Zu den beiden bisherigen Sven Mann und Andrea Pryhara-Knutti wurde neu Corinna Trachsel-Schmid als Revisorin in die interne Begleitungskommission gewählt.

Der Reorganisation der Wasserversorgung und den verschiedenen Reglementsänderungen wurde stillschweigend zugestimmt. Mit Applaus wurde den acht anwesenden der elf Oberwiler Jungbürgerinnen und -bürger das Stimm- und Wahlrecht erteilt.

Ein Blick zurück

Zuvor hatte Gemeindepräsident Michael Blatti auf sein erstes Amtsjahr zurückgeblickt: «Die Tätigkeiten für die Gemeinde sind eine Herausforderung und verlangen von mir als Bauer und Besamungstechniker zeitliche Flexibilität. Doch zusammen mit meinem guten Gemeinderatsteam macht es Spass – sogar wenn es auch Unangenehmes zu bewältigen gibt.»

Berner Oberländer

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