Ja zu Strassensanierung

Interlaken

Einstimmig bewilligte der Grosse Gemeinderat Interlaken von knapp 2,5 Millionen Franken für die Erneuerung von Sulegg- und Rothornstrasse samt Beleuchtung und Kanalisation.

Am Sanierungsbedarf der Suleggstrasse zweifelte im Interlakner Parlament niemand.

Am Sanierungsbedarf der Suleggstrasse zweifelte im Interlakner Parlament niemand.

(Bild: Sibylle Hunziker)

«Der Zustand der Rothorn- und besonders der Suleggstrasse ist so schlecht, dass laufend hohe Unterhaltskosten anfallen», erläuterte Gemeinderat Kaspar Boss (SP) an der GGR-Sitzung vom Dienstag. Deshalb helfe nur noch eine Erneuerung der Strassen samt Trottoir, Beleuchtung, Werkleitungen und Kanalisation.

Bei den Abwasserleitungen fallen die Kosten tiefer als üblich aus, weil die «Mattenleitung» unter der Rothornstrasse noch in Ordnung ist. Sie wird deshalb nicht erneuert, sondern durch die separate Ableitung von Regenwasser entlastet.

«Der Zustand der Rothorn- undbesonders der Suleggstrasse ist so schlecht, dass laufend hohe Unterhaltskosten anfallen.»Kaspar Boss Gemeinderat

Insgesamt beantragte der Gemeinderat einen Kredit von 2,452 Millionen Franken. Darin enthalten sind auch 894'000 Franken für die Sanierung privater Abwasseranschlüsse, an der sich die Liegenschaftseigentümer beteiligen.

Nicht zum Kredit gehören die Kosten, die bei den Industriellen Betrieben Interlaken für ihre Werkleitungen anfallen. Die Verkehrsführung bleibt auch nach der Erneuerung gleich wie ­heute.

Kein Luxusprojekt

Andreas Roth, Sprecher der Geschäftsprüfungskommission, wies zu Beginn der Diskussion auf die Investitionslimite von 5,2 Millionen Franken pro Jahr hin, die der GGR einhalten möchte, um die Gemeindeschulden in Grenzen zu halten.

«Wenn wir in dieser Sitzung alle Kredite genehmigen, haben wir diese Limite schon erreicht, und wir haben dieses Jahr noch vier weitere Sitzungen vor uns», meinte Roth. Da bleibe nicht mehr viel Spielraum.

Kaspar Boss entgegnete, dass für 2020 nur 1,8 Millionen Franken Investitionen geplant seien und es sich bei den 5,2 Millionen um eine längerfristige Richtschnur handle. Dem widersprachen einige Gemeindeparlamentarier.

Einig waren sich aber alle, dass es sich bei der Strassenerneuerung um kein Luxusprojekt handelt und ein weiteres Zuwarten nur zusätzliche Kosten verur­sachen würde. Der GGR bewilligte den Kredit deshalb ein­stimmig.

Abstimmung im Juni

Das letzte Wort haben die Stimmberechtigten. Die Abstimmung ist für den 23. Juni 2019 geplant, sodass die mit anderen Strassenprojekten koordinierten Bauarbeiten noch diesen Herbst beginnen können.

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