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Jack Sparrow entert den Hair-Event

Bei den Coiffure-Lernenden wurde am Sonntag die beste Fantasie-Frisur gekürt. Piratin Michelle Mähnert gewann mit ihrem Segler.

Die drei schönsten Fantasie-Frisuren am Hair-Event 2020 und ihre Schöpferinnen: Jasmin Rohrbach (Zweite v.l.), Michelle Mähnert (Dritte v.r.) und Sina Steiner (Zweite v.r.).
Die drei schönsten Fantasie-Frisuren am Hair-Event 2020 und ihre Schöpferinnen: Jasmin Rohrbach (Zweite v.l.), Michelle Mähnert (Dritte v.r.) und Sina Steiner (Zweite v.r.).
Anne-Marie Günter

Fön, Bürsten, Klips, Wickler, Spray, Haarteile und Herzklopfen: So öffentlich, wie dies am Hair-Event Berner Oberland passiert, zeigen nur die Coiffeurmeisterinnen und -meister das Können und die Fortschritte ihrer Lernenden. Sie machen das mit viel Engagement. Irene Moser aus Beatenberg, Präsidentin des Organisationskomitees (OK), wird von einem neunköpfigen Team und weiteren Helferinnen und Helfern unterstützt, so dass Verpflegung, Info und Tombola reibungslos ablaufen.

Sechs Stunden bewertet

Sechs Prüfungsexperten bewerteten am Sonntag sechs Stunden lang, wie 75 künftige Coiffeusen und Coiffeure in einer Prüfungssituation ihr Können umsetzen. In den Salons wird jeweils geübt. Bereits im ersten Lehrjahr galt es, einen Teil der Arbeiten auf der grossen Bühne im Lötschbergsaal unter den Augen von Familie und Freunden zu zeigen. Die Jury unter der Leitung von Brigitte Hodel legte 2020 strenge Massstäbe an, Noten über fünf waren selten. Die Haar-Event-Note spielt zwar keine Rolle beim Lehrabschluss, zeigt aber auf, was die Auszubildenden unter Prüfungsstress leisten können.

Aufs Haar gesetzt

Trotz Stress und zittrigen Händen: Der Event macht nicht nur dem Publikum, sondern auch den meisten Lernenden sichtlich Spass. Und nach Brushing-Frisur im ersten Lehrjahr und der tragbaren Festfrisur in zweiten Lehrjahr wartet im dritten Lehrjahr die Fantasie-Frisur. Das Thema kann frei gewählt werden, Grenzen sind kaum gesetzt, ausser dass man wie den ganzen Tag über nicht mit Spray mit Treibgas oder Glanzspray arbeiten darf. Weil erwartet wird, dass das Model zu einer Art Gesamtkunstwerk wird, sind auch Modefachfrau Wanda Fedeli, Architekt Kyrill Schenk und Streetart-Künstler Philip Klopfenstein in der Jury.

Es ist Tradition, dass Vertreter der Gemeinde, der Berufschule und des Verbands den Event besuchen. Christian Schläppi, Abteilungsleiter Berufsbildungszentrum IDM Thun, war da, wo Oberländer und auch Emmentaler-Coiffeusen und Coiffeure schulisch ausgebildet werden, und die Spiezer Gemeindepräsidentin Jolanda Brunner. «Für mich war es sehr spannend zu sehen, wie eine solche Fantasie Frisur ganz von Anfang an entsteht», sagte sie.

So ein bisschen Jack Sparrow

Spannend wars auf der Bühne auch, weil einige der 27 jungen Frauen und zwei Männern sich selbst passend zum Thema angezogen hatten. So ein bisschen Jack Sparrow aus Pirate of Caribbean? Siegerin Michelle Mähnert lachte, als sie auf ihr Outfit angesprochen wurde. «Ja so ungefähr», sagte sie. Ihr Model trug ein meerblaues Wellenkostüm und einen stolzen Segler auf ihrem kunstvoll mit Muscheln und Perlen geschmückten und zu Wellen geordneten Haar, und sie gewann damit überlegen.

Interessant dieses Jahr: Jasmin Rohrbach, die den zweiten Platz belegte, hat kein grosses Bauwerk auf den Kopf ihres Models gezaubert, sondern eine aufwändige Frisur mit einem Notenschlüssel als einzigem Schmuck, und auch Sina Steiner, die den dritten Platz belegte, arbeitete hauptsächlich mit dem Haar, das sie mit einem Federn-Rosen-Fascinator schmückte.

Die zehn schönsten Fantasie-Frisuren: Michelle Mähnert, Coiffure Piccolo Langnau; Jasmin Rohrbach, Haar-Werk.ch AG, Thun; Sina Steiner, Coifför Germann, Thun; Adriana Wermuth, Coifför Germann, Thun; Janine Moser, Haar-Werk.ch AG, Interlaken; Luca Veraguth, L’Artista Hairfashion, Kirchberg; Christa Röthlisberger, Coiffure Hair Style, Langnau; Michaela Moser, Haar-Werk.ch AG Konolfingen; Bettina Hari, Coiffure Pignolet, Spiez; Janine Siegfreid, Haar-Werk.ch AG, Uetendorf.

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