Johnny Hallydays Liebe zu Gstaad

Johnny Hallyday war jahrelang in Gstaad wohnhaft. Allerdings nicht nur wegen der schönen Landschaften, auch die verlockende Pauschalbesteuerung spielte dabei eine Rolle.

Johnny Hallyday mit seiner Frau Laeticia in Gstaad. Die Aufnahme entstand 1996.

Johnny Hallyday mit seiner Frau Laeticia in Gstaad. Die Aufnahme entstand 1996.

(Bild: Getty Images)

Johnny Hallyday liebte das ­Leben als Star. Da gehören auch Ferien in noblen Ferienorten ­dazu. Eine besondere Anziehungskraft übte Gstaad auf den verstorbenen Rocksänger aus. Im Archiv der Bildagentur Keystone sind Bilder aus dem Jahr 1968 zu ­finden, die ihn beim Schneemann-Bauen im verschneiten Saanenland zeigen.

Johnny Hallyday beim Schneemann-Bauen in Gstaad 1968. Bild: Keystone

Auf einem weiteren Bild ist der elegante Hallyday in Begleitung von mehreren Männern vor dem Bahnhof Gstaad zu sehen.

Auch in den Jahren darauf verbrachte er seine Winterferien regelmässig in Gstaad. Schliesslich entschloss er sich, im Berner Ferienort ein Chalet zu kaufen. Von 2006 bis Ende 2012 war er in der Gemeinde Saanen, zu welcher Gstaad gehört, angemeldet. Der Grund dafür war aber nicht allein die schöne Landschaft. Dank dieser Verlegung seiner Schriften konnte Hallyday von der Pauschalbesteuerung profitieren. Was in Frankreich zu heftiger Kritik führte.

Diese verstummte erst, als er 2013 mit seiner Familie in die USA zog. Schliesslich verkaufte er im Jahr 2015 für rund 10 Millionen sein Chalet. Dennoch kehrte er nach Gstaad zurück. Verbrieft ist, dass er zuletzt an Weihnachten 2014 in Gstaad weilte.

Die Exekutive von Saanen wird sich an der nächsten Sitzung mit dem verstorbenen Sänger befassen. «Der Gemeinderat wird nächste Woche diskutieren, ob und in welcher Form er Johnny Hallyday ehren wird», sagt Rolf Marti, Stabschef bei der Gemeinde Saanen auf Anfrage. Die Chancen auf eine Ehrung im grösseren Stil sind aber gering. Prominente sind in Gstaad keine Seltenheit, und Hallyday war nur während sechs Jahren Bürger von Saanen. Zudem führte er in all den Jahren im Saanenland ein eher zurückgezogenes Leben.

Lungenkrebs: Frankreich trauert um Musikikone. Video: Tamedia/AFP

sny

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