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Kuhhandel ohne «Kuhhandel»

Am Samstag wurden anlässlich der 38. Zucht- und Nutzviehversteigerung auf der Springenboden-Gsässweid nahezu 100 Tiere versteigert. Der Anlass stiess auf grosses Interesse.

Iren, die Tochter von Ohaio RH und Irma SF wird im Ring auf der Springenboden-Gsässweid vorgeführt, rechts sucht der Versteigerer auf seinem Podest nach höheren Geboten.
Iren, die Tochter von Ohaio RH und Irma SF wird im Ring auf der Springenboden-Gsässweid vorgeführt, rechts sucht der Versteigerer auf seinem Podest nach höheren Geboten.
Kerem S. Maurer

Von insgesamt 107 angebotenen Tieren wurden am Samstag 92 gekalbte und nähige Kühe, nähige Rinder, Muttertiere und Aufzuchtkälber im Diemtigtal erfolgreich versteigert. Der Anlass wurde laut OK-Präsident Andreas Brügger «sehr gut und mit grossem Interesse» besucht. Der Tageshöchstpreis von 4800 Franken erreichte ein Rind namens Domenica (Vater: Kilian, Mutter: Dakota). Normalerweise würden Kühe höher gehandelt als Rinder, weiss Andreas Brügger und bezeichnete Domenica als ein aussergewöhnlich schönes Rind.

Saubere Organisation

Möchte ein Landwirt eines seiner Tiere verkaufen, bereitet er das Tier bei sich zu Hause vor und übergibt es am Auktionstag den Helfern. Diese waschen, pflegen und stellen das Tier aus, damit es von Interessenten begutachtet werden kann. Anschliessend führen die Helfer es in den Ring, wo das Tier versteigert wird. Im Vorfeld wird mit dem Verkäufer eine Minimalschätzung vereinbart. Das ist der Preis, der bei der Versteigerung erzielt werden soll. Wird der Preis erzielt oder gar überboten, muss der Besitzer sein Tier verkaufen. Liegen die Gebote darunter, kann er verkaufen, muss aber nicht.

Während der ganzen Veranstaltung wachten Veterinäre darüber, dass es den Tieren an nichts mangelte. Alle Tiere machten einen gesunden, gut genährten Eindruck. Andreas Brügger führt dies auf die Tatsache zurück, dass es im Diemtigtal einen für die Fütterung idealen Sommer gegeben habe.

Seriöse Sache

Andreas Brügger begrüsste an der 38. Zucht- und Nutzviehversteigerung auf der Springenboden-Gsässweid Inserenten und Verkäufer, die seit dem ersten Mal mit dabei waren, und wertete dies als gutes Zeichen. Dass einem Anlass so lange die Treue gehalten werde, zeuge von grossem Vertrauen seitens der Käufer, Verkäufer und Sponsoren. Ausserdem sei eine solche Versteigerung ohne ein motiviertes Helferteam nicht zu bewerkstelligen. Man lege grossen Wert drauf, dass alles korrekt ablaufe, so Brügger.

Unter den Zuschauern fanden sich auch Schaulustige, die selber keinen Handel trieben. Das Ambiente vor schönster Diemtigtaler Kulisse sei grossartig, sagte einer von ihnen. Eine Viehversteigerung biete ehrliche Tradition in urchigem Ambiente, und das gefalle ihm. Am Ende waren 85 Prozent der angebotenen Tiere verkauft, und das OK bilanzierte positiv.

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