Lenk

Leser filmt Moment der Entgleisung

LenkAm Mittwoch ist an der Lenk im Simmental ein Wagen einer Zugkomposition entgleist. Acht Passagiere wurden verletzt. Nach ersten Erkenntnissen hatte eine starke Windböe den Triebwagen aus dem Gleis gehoben.

Ein Leser hat die Entgleisung des Zugwaggons mit der Kamera festgehalten.

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Eine Komposition der Montreux-Berner-Oberland-Bahn (MOB) war am Mittwochmittag von der Lenk in Richtung Zweisimmen unterwegs, als gemäss ersten Erkenntnissen der Triebwagen auf der Höhe «Bode» von einer starken Windböe erfasst wurde, wie die Kantonspolizei Bern am Mittwochabend mitteilte. Zum Zeitpunkt des Bahnunfalles herrschte zudem starkes Schneetreiben.

Das Zugfahrzeug sprang in der Folge aus dem Gleis, löste sich vom nachfolgenden Wagen, kippte nach links und kam schliesslich auf der Seite liegend im an­grenzenden Feld zum Stillstand. Die beiden anderen der insgesamt drei Wagen umfassenden Zugkomposition blieben unversehrt auf dem Gleis stehen, wie Gabriel Rosetti, Leiter MOB-Personenverkehr, auf Anfrage sagte.

Bilder vom Unfallort.

Auch vier Kinder verletzt

Zum Zeitpunkt des Unglücks hatten sich insgesamt 22 Passagiere im Zug befunden. Acht davon wurden beim Unfall verletzt, wie die Polizei weiter mitteilte. Sieben Personen – darunter vier Kinder – erlitten gemäss ersten Abklärungen leichte Verletzungen. Sämtliche verletzten Per­sonen wurden mit insgesamt acht Ambulanzen in Spitäler – unter anderem nach Zweisimmen – gebracht.

Für die Unfallarbeiten standen neben den Ambulanz- und Helikopterrettungsteams auch verschiedene Dienste der Kantonspolizei Bern im Einsatz. Weiter wurden vierzig Angehörige der Feuerwehr Lenk – davon zwanzig als Reserve – sowie mehrere Mitarbeiter der Betriebsfeuerwehr der MOB und der Samariter­verein St. Stephan-Lenk beige­zogen.

«Man kann von grossem Glück reden, ist dieser Unfall den Umständen entsprechend so glimpflich verlaufen», sagte Lenks Feuerwehrkommandant Mat­thias Meier, der den Einsatz vor Ort geleitet hatte.

Reparaturen laufen heute an

«Aus Rücksicht auf die Sicherheit unserer Mitarbeiter werden heute die Reparaturarbeiten nicht an die Hand genommen», sagte Rosetti am Mittwochnachmittag. Am Donnerstag – vorausgesetzt, die Witterungsverhältnisse erlauben es – sollen das Gleis und die Fahrleitungen instand gestellt werden.

Diese Arbeiten haben zur Folge, dass der Busersatz auf der Linie Zweisimmen–Lenk bis morgen Abend aufrecht­erhalten wird. Die Züge zwischen Zweisimmen und Montreux verkehrten mit 30 Minuten bis einer Stunde Verspätung, da die Lokführer auf Sicht fahren müssten, so der Leiter Personenverkehr der MOB weiter.

Die Kantonspolizei und die ­regionale Staatsanwaltschaft Berner Oberland haben Ermittlungen zum Unfall aufgenommen. (Berner Oberländer)

Erstellt: 03.01.2018, 14:15 Uhr

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