«Leser soll Veränderung selbst erleben»

Hans-Ueli Hählen stellt die Dorfgeschichte von 1860 bis 1972 mit über 600 Schwarzweiss-Bildern dar.

Hans-Ueli Hählen präsentiert seinen Bildband im Bühlberg hoch über der Lenk.

Hans-Ueli Hählen präsentiert seinen Bildband im Bühlberg hoch über der Lenk.

(Bild: Fritz Leuzinger)

Im Restaurant Bühlberg an der Lenk waren zur Vernissage des Bildbandes «Lenk – Geschichte in alten Ansichten» von Hans-Ueli Hählen Gäste und Freunde aus nah und fern eingeladen. Zusammen mit seinen Lenker Jodlerkameraden unter Marc Zeller wurde die Buchpräsentation mit Jutz und Lied feierlich umrahmt.

Seit vielen Jahren hat der 72-jährige Lenker Hans-Ueli Hählen unermüdlich Stiche, Bilder und alte Fotos gesammelt. Er hatte die Absicht, diese einmal der Öffentlichkeit in geeigneter Form zugänglich zu machen. Mit dem daraus entstandenen Bildband erfüllte sich Hählen einen langersehnten Traum. Die Laudatio zu Ehren des Autors wurde von Peter Schläppi gehalten.

Schläppi war vom gelungenen Zeitdokument beeindruckt: «Beginnt man darin zu blättern, lässt er einem nicht mehr los. Die Bildauswahl zu Leben und Alltag an der früheren Lenk ist einzigartig.» Für das umfangreiche Geschichtsbuch mit über 600 Schwarzweissfotografien von etwa 1860 bis Anfang der 1970er-Jahre standen auch verschiedene Fotografen hinter der Kamera.

So von Alfred Bigler, der als erster Fotograf und Junglehrer etwa 1897 an die Lenk kam, bis zum professionellen Fotografen Peter Zwahlen. Viel Bildmaterial bekam der Autor auch aus der Bevölkerung. Durch gezielte Auswahl aus über 3000 Bildern entstand eine Zeitreise durch die Lenker Dorfgeschichte.

Geschichte auf alten Fotos

Themen im vielfältigen Bilderquerschnitt sind der Dorfbrand und Wiederaufbau 1878, die Bäuerten, Fluren und Berge bis hin zum vielfältigen Dorfgeschehen mit Leuten, Gebäuden, Kirchen und Schulen.

Auch zum MOB-Bahnbau und aus den Anfängen des Tourismus mit Bergbahnen und Skisport gibt es Fotos zu bestaunen. Die Lenk blieb auch von Schicksalsschlägen nicht verschont. Dies ging eingangs aus einem Film zum Hochwasser im Juli 1930 hervor, als beide Sitebäche und der Wallbach nach einem Gewitter die Simme meterhoch mit Geröll und Schutt am Dorfausgang stauten.

Hählens zweites Werk

Für den Kulturschaffenden Hans-Ueli Hählen ist der Bildband «Lenk – Geschichte in alten Ansichten» das zweite Werk. Autor Hählen zu seiner Bildauswahl: «In meinem Zeitdokument präsentiere ich bewusst keine heutigen Fotos. Der Leser und Betrachter soll die Veränderungen auf einem Spaziergang durchs Dorf oder auf einer Bergtour selbst erleben.»

Bereits vor 1,5 Jahren kam das Hörbuch «Gschichti us dr Lengg» auf den Markt. Der Bildband wie das Hörbuch entstanden in enger Zusammenarbeit mit Annette Weber und ihrer Crew der Werd & Weber Verlag AG in Thun.

Das umfangreiche Zeitdokument «Lenk – Geschichten in alten Ansichten» von Hans-Ueli Hählen umfasst 392 Seiten. Der Bildband ist im Werd & Weber Verlag AG Thun/Gwatt erhältlich. ISBN 978-3-03818-222-1

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