Logisch und konsequent

Grindelwald

Redaktor Samuel Günter über die neusten Fortschritte im V-Bahn-Projekt.

Samuel Günter@samuel_guenter

Nun lenken auch die Umweltorganisationen ein. Die Stiftung Landschaftsschutz und Pro Natura Bern wollen auf ihre Beschwerde gegen die V-Bahn verzichten. Das ist nur logisch und konsequent. Zu schwer wiegen die zwei Gutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission, welche dem Projekt seine Umweltverträglichkeit bescheinigen.

Haben die Verbände also ein sinnvolles Projekt verzögert und unsinnige Kosten verursacht? Ein Beispiel für die Unnötigkeit des Verbandsbeschwerderechts? Im Gegenteil. Der Fall zeigt, dass die Verbände mit diesem Instrument verantwortungsvoll umgehen. Sie haben in den Verhandlungen einige Änderungen und Kompensationen zugunsten der Umwelt erzielt, aber am Ende das Projekt nicht gefährdet.

Auch an der langen Dauer des Verfahrens kann man den Umweltverbänden nur bedingt die Schuld geben. Die ist vor allem auf die langsam mahlenden Mühlen der Verwaltung zurückzuführen. Wie man zuletzt bei den Irrungen und Wirrungen um die Aufteilung der Zuständigkeiten der verschiedenen Amtsstuben gesehen hat.

Noch ist die V-Bahn nicht im Trockenen. Noch sind zwei Einsprachen von Privatpersonen hängig. Ob mit diesen eine Lösung gefunden wird, muss sich weisen. Es wäre zu hoffen. Zu wichtig ist das Projekt für die Zukunft der Jungfraubahnen und die touristische Entwicklung der Region.

Berner Oberländer

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