Zum Hauptinhalt springen

Minusrekord bei der Versammlung

28 Stimmberechtigte genehmigten Kredite in Höhe von über 160'000 Franken. Diskutiert wurde lediglich, ab wann eine Gemeindeversammlung beschlussfähig ist.

Die Gemeindeversammlung genehmigte einen einmaligen Investitionskredit in der Höhe von 80'000 Franken für «Ski Future Saanenland» und einen einmaligen Investitionsbeitrag von maximal 81'000 Franken für den geplanten Neubau der «Bergquelle – Wohnen und Werken im Simmental und Saanenland» auf der Spitalmatte in Zweisimmen.
Die Gemeindeversammlung genehmigte einen einmaligen Investitionskredit in der Höhe von 80'000 Franken für «Ski Future Saanenland» und einen einmaligen Investitionsbeitrag von maximal 81'000 Franken für den geplanten Neubau der «Bergquelle – Wohnen und Werken im Simmental und Saanenland» auf der Spitalmatte in Zweisimmen.
ksm-fotografie

Markus Willen, Gemeinde- und Gemeinderatspräsident von Gsteig in Personalunion, schaute vergangenen Freitagabend an der ordentlichen Gemeindeversammlung von Gsteig in eine beinahe leere Mehrzweckhalle und konstatierte einen Minusrekord. Den neun Gemeinderäten und zwei Verwaltungsangestellten sassen nur gerade 17 Stimmberechtigte gegenüber.

Finanzverwalter Karl Graa präsentierte die Rechnung erstmals nach dem neuen HRM2-Modell und konnte bei einem ausgeglichenen Haushalt in der Erfolgsrechnung des Gesamthaushaltes einen Ertragsüberschuss von 37'414,95 Franken vermelden. Die Versammlung stimmte dem neuen, einheitlichen Gebührentarif für die Feuerungskontrollen zu.

Unterstützung für die Jugend

Ebenfalls genehmigt wurde ein einmaliger Investitionskredit in Höhe von 80'000 Franken für «Ski Future Saanenland». Die ersten zwei Etappen dieses Projektes (1. Schlepplift, alpine Piste inklusive Beschneiung und Beleuchtung und 2. Land/Grundstück für Landabtausch), das in vier Etappen realisiert werden soll und Gesamtkosten in Höhe von 8,4 Millionen Franken generiert, wurden bereits realisiert.

Allerdings ohne die Beleuchtung, wie es hiess. Die letzten Etappen (3. Schanzen und 4. Betriebs­gebäude) sollen «je nach Finanzierungsstand so schnell wie möglich in Angriff genommen werden». Der Antrag, an die Realisierung dieses Projektes einen einmaligen Investitionskredit zu bewilligen, wurde angenommen.

Die Beiträge der Gemeinden würden ausschliesslich für die Erstellung der Anlagen verwendet und nicht zur Deckung der Betriebskosten, hiess es. Diese sollen durch Vermietungen der Anlagen gedeckt werden.

81'000 Franken für Bergquelle

Die neue Betriebsführung und der teilweise neue Vorstand der «Bergquelle – Wohnen und Werken im Simmental und Saanenland» hat entschieden, auf der Spitalmatte in Zweisimmen zusammen mit der STS Spital AG ein neues Heim zu bauen.

Der Antrag des Gemeinderats, einen einmaligen Investitionsbeitrag von maximal 81'000 Franken an den geplanten Neubau zu bewilligen, wurde an folgende Bedingung gekoppelt: «Eine Auszahlung ist mit der Bedingung verbunden, dass für das geplante Projekt die Gesamtfinanzierung sichergestellt sein muss.» Die Versammlung genehmigte auch diesen Antrag ­ohne Wenn und Aber.

Einer hätte gereicht

Ein erst seit kurzem in Gsteig wohnhafter Stimmberechtigter fragte angesichts der nur 28 Anwesenden von total 673 Stimmberechtigten von Gsteig, ob die Versammlung überhaupt beschlussfähig sei.

Markus Willen verwies auf das Organisationsreglement der Gemeinde Gsteig. Dort steht in Artikel 14 «Beschlussfähigkeit»: «Jede vorschriftsgemäss einberufene Gemeindeversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Stimmberechtigten beschlussfähig.» Selbst wenn heute nur einer gekommen wäre, hätte dies gereicht um beschlussfähig, zu sein, schloss Willen und machte damit klar, dass alles rechtens war.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch