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Musizierende Mediziner

Im Vorfeld des Geburtstagskonzerts zum 50-Jahr-Jubiläum des Medizinerorchesters Bern traten am Mittwoch einige Musikerinnen und Musiker des Ensembles mit Kammermusik im Zentrum Artos in Interlaken auf.

Elf Musikerinnen und Musiker des Medizinerorchesters amüsierten sich und die Zuhörerschaft mit einem Nachmittagsständchen.
Elf Musikerinnen und Musiker des Medizinerorchesters amüsierten sich und die Zuhörerschaft mit einem Nachmittagsständchen.
Orith Tempelman

«Wir möchten damit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Zentrums, die abends nicht mehr an Konzerte gehen können, ein Ständchen geben», erklärte das Orchester. Man wolle auch auf das festliche Konzert aufmerksam machen, das am 27. Januar im Kursaal Interlaken stattfinden wird. Passend zum Theatersaal stehen dann Ohrwürmer aus der klassischen Musikgeschichte und Tanzmusik auf dem Programm.

Das Medizinerorchester Bern wurde 1968 von einer Gruppe von Medizinstudenten gegründet und ist im Verlauf der Jahre von einem kleinen Kammerorchester zu einem rund 50-köpfigen Sinfonieorchester angewachsen. Die Mitwirkenden sind fast ausnahmslos Amateure, zum Teil auch aus nicht medizinischen ­Berufen. Eigene Konzertveranstaltungen finden jeweils im Januar und im Juni statt. Ausserdem werden regelmässig fest­liche Anlässe der Universität musikalisch umrahmt und ab und zu Chorwerke begleitet.

Das Ständchen im Zentrum ­Artos begann mit Tanzmusik – einer Polka und zwei Tangos –, es wurde von zwei Violinistinnen, einer Bratschistin und einer Fagottistin schwungvoll, aber mit todernster Mine vorgetragen. Zwei Klarinettistinnen und eine weitere Fagottistin tauchten danach in die Welt des Barocks und der Klassik ein und interpretierten eine Triosonate des Engländers Charles Avison und zwei ­Divertimenti von Mozart in ihrer Originalbesetzung. Nach dem Quartett und dem Trio trat ein Duo auf, in Werken von Ludwig van Beethoven, zwei Duette für Klarinette und Fagott, hier aber in einer Fassung für Violine und Fagott.

«Surprises» zum Schluss

Gespannt konnte man auf den letzten Programmteil sein: «Surprises» des Cello-Registers. Vier Celli waren es – diesmal ausnahmsweise in einer männlichen Überzahl. Und sie beschlossen das kurzweilige Nachmittagsständchen ähnlich, wie es begonnen hatte, nämlich mit zwei echten argentinischen Tangos und einem äusserst witzigen Werk für Cello solo des zeitgenössischen Komponisten Wolfram Wagner. Die meist betagte Zuhörerschaft war begeistert und sparte nicht mit Applaus.

Das Medizinerorchester Bern spielt am Samstag, 27. Januar, um 20 Uhr im Kursaal Interlaken auf. Höfische Tänze bis hin zu feurigen lateinamerikanischen Klängen werden zu hören sein.

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