Neu lässt sich das Parkticket per Smartphone bezahlen

Interlaken/Matten/Unterseen

Ab Freitag bieten drei Bödeler Gemeinden Autofahrenden die Möglichkeit, ihre Parkgebühren via Smartphone mit der neuen App «Sepp» zu bezahlen. Einer von drei Vorteilen ist, dass nur die effektive Parkzeit verrechnet wird.

Verrechnet nur die effektive Parkdauer: Das neue App «Sepp» für das Smartphone.

Verrechnet nur die effektive Parkdauer: Das neue App «Sepp» für das Smartphone.

(Bild: zvg)

Bruno Petroni

Wird Interlaken bald Vorzeigemodell für zukunftsgerichtete Parkplatzbewirtschaftung? Je­denfalls läuft das neue Parkplatz-Bezahlsystem ‹Sepp› bisher erst im freiburgischen Düdingen, der Heimatgemeinde des Herstellers Mathom AG», weiss Hans Peter Bühlmann. Der Polizeiinspektor der Gemeinde Interlaken bestätigt auf telefonische Anfrage die Absicht der Einwohnergemeinde, heute in einer Woche die neue Parkuhr-App namens «Sepp» einzuführen – «gerade rechtzeitig zur Eröffnung des Schlittschuhparks Ice Magic, der wohl wie in den ­Vorjahren erneut ziemlich viele Besucher von auswärts nach Interlaken locken wird.

Herunterladen kann man die neue App bereits ab heute Freitag», sagt Bühlmann. Aus welchem Grund auch immer – was «Sepp» genau heisst, wird vorläufig nicht kommuniziert. Eine definitive Einführung von «Sepp» sei erst ab nächstem Frühling vorgesehen, sagt Hans Peter Bühlmann. Bis dahin werde für das neue System eine Testphase eingerichtet.

«Nach wie vor Kleingeld»

«Sepp» bietet Autofahrenden die Lösung, ihre Parkgebühren via Smartphone zu bezahlen. Es brauche also kein Kleingeld mehr, es müsse kein Parkautomat aufgesucht werden, und es könne immer die Höchstparkzeit ausgenutzt werden. «Abgerechnet wird nur die effektive Parkzeit über das hinterlegte Zahlungsmittel, und wir erhalten wie bisher eine genaue Abrechnung pro Parkplatz», schreibt die Einwohnergemeinde Interlaken in ihrer gestrigen Medienmitteilung. Aber natürlich stünden die bis­herigen Zahlungsmöglichkeiten wie Kleingeld und Kreditkarten nach wie vor zur Verfügung.

Push-Nachricht vor Ablauf

Die Gemeinde verspricht sich mit dem neuen System «eine Reduktion der Tickets aus Parkautomaten und somit auch im Unterhalt weniger Kleingeld zum Verarbeiten». Ausserdem seien die verschiedenen Preismodelle abbildbar, da Interlaken, Matten und Unterseen unterschiedliche Parkgebühren haben.

«Abgerechnet wird nur die effektive Parkzeit über das hinterlegte Zahlungsmittel.»Einwohnergemeinde Interlaken

Vor Erreichen der Höchstparkzeit gebe das Smartphone eine Push-Nachricht; es sei keine vorgängige Abschätzung der Parkzeit mehr nötig, teilt die Einwohnergemeinde mit. Eine Quittung sei bei Bedarf möglich und eine Parkhistorie einsehbar. Ausserdem sei das System früher oder später auch in anderen Städten und Orten einsetzbar.

Tarif wird sofort angegeben

Die App basiert auf dem Global Position System (GPS), erkennt den gewählten Parkplatz und gibt dem Benutzer sofort den ­Tarif und die erlaubte Höchstparkzeit an. Sie funktioniert unabhängig und ist nicht mit den bisherigen Parkautomaten und Parkuhren gekoppelt.

Kontrolle mit dem Tablet

Die Parkplatzkontrolleure führen ihre Kontrolle mithilfe eines Tablets durch. Es werden keine sicherheitsrelevanten Daten auf den mobilen Geräten oder Servern gespeichert. Die App «Sepp» ist auf iOS und Android-Basis erhältlich. App-Benutzer gelangen bei Bedarf an ein Helpdesk.

Silbermedaille gewonnen

Laut Gemeinde hat die Betreiberfirma von «Sepp» kürzlich dafür eine Silbermedaille in der Kategorie Innovation bei den Best of Swiss Apps 2017 gewonnen.

Hotels, Tourismus Interlaken, Geschäfte, Autovermieter und weitere Touristikanbieter vom Bödeli sollen mit einem Flyer auf das neue Angebot aufmerksam gemacht werden.

Berner Oberländer

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