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Neuer Anlauf am Hinterbühl

Seit fast vier Jahren läuft die Planung für eine Überbauung am Hinterbühl. Jetzt nehmen die Investoren einen neuen Anlauf.

Einer der drei geplanten Neubauten am Hinterbühl.
Einer der drei geplanten Neubauten am Hinterbühl.
PD

Das erste Projekt für eine Überbauung am Hinterbühl in Oberhofen wurde im Frühjahr 2015 publik. Anwohner wehrten sich in der Folge erfolgreich gegen die drei geplanten Mehrfamilienhäuser mit insgesamt neun Luxuswohnungen; mehrere Verwaltungs- und Gerichtsinstanzen stellten fest, dass namentlich die Erschliessung ungenügend sei. Nun liegen zwei neue Projekte auf dem Tisch: Eines für den Ausbau des Hinterbühlwegs und eines für den Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern sowie einem Einfamilienhaus. Insgesamt sind sieben Wohneinheiten geplant, die bereits zum Preis von jeweils mehr als zwei Millionen Franken im Internet angeboten werden. Hinter dem Projekt für die Überbauung mit dem Namen «Blümlisalp» steht die Zuger Aveno Invest AG; vermarktet werden die Liegenschaften von der Deyhle Immobilien AG mit Sitz in Zug und gemäss Website «strategische Partnerin» der Deyhle & Partner AG in Thun. Gemäss dem Thuner Amtsanzeiger von dieser Woche liegt das Baugesuch für die Überbauung am Hinterbühl bei der Gemeindeverwaltung Oberhofen auf, Einsprachefrist ist der 14. Januar 2019.

Kein Bestandteil der Baupublikation ist die Erschliessungsstrasse; vielmehr wird explizit auf das laufende Strassenplanverfahren der Gemeinde verwiesen, welches separat publiziert wird.

Kritische Anwohner

Im Rahmen einer Ortsbegehung erläuterten Gemeindevertreter, Architekten und Investor Theodor Heutschi den Anwohnern bereits Ende November die Details zum geplanten Ausbau des Hinterbühlwegs. Allerdings seien am Infoanlass «keinerlei Unterlagen für die versprochene Kostenübernahme der Strassenerweiterung an die Anstösser verteilt» worden, schreibt ein kritischer Anwohner in einem Mail an die Nachbarschaft, und schliesst mit den Worten: «Somit bleibt den Anstössern als Hausaufgabe über die Feiertage wohl nur der Einspracheweg gegen das Vorhaben.» Der juristische Vertreter der Bauherrschaft sagte auf Anfrage dieser Zeitung: «Aveno hat bereits früher zugesichert, dass sie die gesamten Strassenbaukosten übernimmt und eine sehr grosszügige Landentschädigung bezahlt, falls das Bauvorhaben nicht durch Einsprachen und Beschwerden verzögert wird.»

Präsident optimistisch

Gemeindepräsident Philippe Tobler (SVP) sagt auf Anfrage, er sei zuversichtlich, dass die Erschliessung wie geplant realisiert werden könne. Er habe den jüngsten Planungsverlauf als «konstruktiv» empfunden. Der Oberhofner Gemeindepräsident sagt allerdings auch, er hätte es lieber gesehen, wenn das Strassen- und das Wohnbauprojekt zeitgleich aufgelegt worden wären. Denn: Das Wohnbauprojekt ist nur bewilligungsfähig, wenn die Strasse ausgebaut wird. Das haben die Gerichte in der Vergangenheit mehrmals betont.

Bewilligung mit Vorbehalt?

Auf die Frage, warum er zuerst das Baugesuch für die Wohnbauten publiziert habe, obschon die Erschliessung noch nicht gesichert sei, antwortet Regierungsstatthalter Marc Fritschi: «Es war der Wunsch der Bauherrschaft, das Gesuch rasch zu publizieren.» Beim Strassenprojekt müssten seitens der Gemeinde noch Vorarbeiten geleistet werden. «Ideal wäre natürlich, wenn wir beide Projekte zeitgleich bearbeiten könnten», sagt Fritschi weiter. Aber notfalls wäre für die Wohnbauten auch eine Baubewilligung mit Vorbehalt denkbar.

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