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Neues Jahrbuch ist auch optisch attraktiv

Das neue Jahrbuch vom Uferschutzverband Thuner- und Brienzersee ist so dick wie fast nie. Das liegt auch, aber nicht nur an der attraktiven Illustration.

Der Einband des neuen UTB-Jahrbuches zeigt den Glockenaufzug bei der Kirche St. Peter in Goldswil.
Der Einband des neuen UTB-Jahrbuches zeigt den Glockenaufzug bei der Kirche St. Peter in Goldswil.
zvg

«Es ist nicht das dickste, aber eines der dicksten Jahrbücher bisher», weiss Sibylle Hunziker. Die Wilderswilerin bildet zusammen mit der Meiringerin Gisela Straub das Redaktionsteam des Uferschutzverbandes Thuner- und Brienzersee (UTB), der im Selbstverlag jährlich ein Sachbuch herausgibt. Darin enthalten sind sowohl der Jahresbericht, das GV-Protokoll und weitere eher ad­ministrative Informationen zum UTB als auch viele Beiträge von fachkundigen Autoren zu Natur, Kultur und Geschichte des Berner Oberlandes.

Die neueste Ausgabe des Jahrbuches besticht aber nicht nur durch ihren Umfang von stolzen 232 Seiten. Es ist auch die grosszügige und reichhaltige Illustration mit Fotos und Grafiken, die auf- und gefällt.

Kein Vergleich zu früher

Tatsächlich hat die Entwicklung bei der modernen Gestaltung von Sachbüchern auch vor dem UTB nicht haltgemacht. Besonders augenfällig wird das, wenn man beispielsweise die Ausgabe von 1992 zur Hand nimmt. Mit 216 Seiten zwar schon damals recht umfangreich, war das Jahrbuch optisch aber sehr viel karger gestaltet worden – und erst noch gänzlich in Schwarzweiss.

25 Jahre später sorgt das Redaktionsduo zusammen mit dem Brienzer Grafiker Marco Rodi hingegen für einen attraktiven Lesegenuss. Sibylle Hunziker: «Dazu beigetragen haben natürlich auch die mittlerweile bezahlbaren technischen Möglich­keiten.» Doch wichtiger als das Formale eines Buches ist noch immer sein Inhalt. Und dabei kann das UTB-Jahrbuch ebenfalls punkten – wenn auch mit einer kleinen Einschränkung.

Grosse Themenvielfalt

Die Themenvielfalt im neuen Jahrbuch ist gross. Vielleicht sogar zu gross, denn Beiträge wie die über General Guisan oder weisse Jungschwäne beinhalten kaum neue Informationen. Aber angesichts der Fülle anderer lesenswerter, weil spannender und lehrreicher Kapitel verliert diese Feststellung schnell an Bedeutung, und man freut sich über Berichte über Portulak, ein vergessenes Kraut zwischen Pflastersteinen, über die Bunte Kronwicke, die das Bödeli erobert, über Hunzikers Porträt der Unterseener Porzellanmalerin Maria Krebs und über spukende Pfarrhäuser in Goldswil.

Und dann ist da auch noch gewissermassen der Hauptbeitrag über das geschützte und trotzdem bedrohte Faulenseemoos, geschrieben vom inzwischen verstorbenen Andreas Lieglein. Nach einer detaillierten Analyse dieses wertvollen «Klima-Archives» kommt er zum Schluss: «Was es jetzt noch braucht, sind prak­tische Massnahmen für seine ­Erhaltung.»

Die Generalversammlung vom UTB findet am Freitag, 17. Februar, um 15.30 Uhr im Hotel Interlaken in Interlaken statt. Im Anschluss daran werden Maturaarbeiten präsentiert und ausgezeichnet.

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