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Notfalls auf einem Ski durch den Schneesturm

Im Riesenslalom vom Donnerstag drängten die Favoriten auf den Kombinationssieg an die Spitze. Am Freitag findet am Allmendhubel das Team-Race statt, ehe am Samstag das 75. Inferno-Abfahrtsrennen steigt.

Das ist Inferno total: Balancekünstler Nik Michel auf einem Ski unterwegs, ehe er sich schwerkraftbedingt in den weichen Neuschnee bettet.
Das ist Inferno total: Balancekünstler Nik Michel auf einem Ski unterwegs, ehe er sich schwerkraftbedingt in den weichen Neuschnee bettet.
Bruno Petroni

Rennleiter Thomas Gertsch nennt es «perfektes Inferno-Rennwetter»: Mit bis zu 80 Stundenkilometer fegte am Donnerstagmittag der Schneesturm vom Mauler­hubel in Richtung Winteregg, und zeitweise sah man vor lauter Schneeflocken kaum mehr von einem Kontrolltor zum anderen. Eigentlich Verhältnisse, bei welchen kaum noch jemand auf die Idee kommt, Ski zu fahren.

«Grindsvora» in Neuschnee

388 Inferno-Haudegen liessen sich davon nicht beeindrucken und fuhren so, wie der Name des Rennens dies auch vorsieht – wie der Teufel. Zuweilen gar so, dass die Skibindung ob des hohen Schneedrucks in den Kurven überfordert war und sich öffnete – wie im Fall von Nik Michel. Dem 18-jährigen Inferno-Rookie, erstmals in der Inferno-Kombination dabei, gelang das Kunststück, sich während mehrere Dutzend Meter auf einem Ski zu halten, ehe er doch noch kopfüber im weichen Neuschnee einspitzte. Der Interlakner Metallbaulehrling konnte das Rennen aber unverletzt zu Ende fahren: «Nun hoffe ich, dass ich in der Abfahrt am Samstag noch ­etwas zulegen kann.»

Graf und Zurbrügg auf Kurs

Das Damenrennen gewann am Donnerstag Kirsty Mcgarry aus Irland in 1:04,93 vor der Unterseenerin Christine Grieder (1:06,25) und Katja von Känel, Weissenburg (1:09,75). Die siebenfache Kombinationssiegerin Judith Graf aus Matten, die am Mittwoch den Langlauf mit 87 Sekunden Vorsprung gewonnen hatte, baute ­ihre Führung in der Kombi-Zwischenwertung mit der viertschnellsten Laufzeit (1:10,29) aus. Ihr dürfte der achte Sieg in der Inferno-Superkombination kaum mehr zu nehmen sein.

Im Stau: Oliver von Allmen (Mürren) bedrängt Francine Annen (Lauenen). Bild: Bruno Petroni
Im Stau: Oliver von Allmen (Mürren) bedrängt Francine Annen (Lauenen). Bild: Bruno Petroni

Den Riesenslalom der Männer gewann der Obwaldner Kuno Michel in 1:01,72. Der dreifache Inferno-Abfahrtssieger, der sich im Riesenslalom den 15. Rang erlief, zeigte damit, dass es ihm im Kampf um den Kombinationstitel ernst ist, denn mit einem neuerlichen Abfahrtssieg könnte er seinen Mitstreitern noch gefährlich werden.

Dies sind Oliver Zurbrügg, der überlegene Sieger im Langlauf und vierfache Kombinationssieger, und der Langlauf-Zweite Patrick Zürcher aus Oey. Letzterer klassierte sich am Donnerstag nur gerade neun Hundertstelsekunden hinter Michel auf dem zweiten Rang, während Zurbrügg Zehnter wurde. Entsprechend liegen Zurbrügg und Zürcher in der Zwischenwertung nahe beieinander. In der Abfahrt sind beide etwa gleich stark. Es wird also am Samstag im Kampf um die Super-Kombination sehr spannend.

Am Freitag ab 10 Uhr starten 200 Viererteams zum erstmals ausgetragenen Teamrennen mit Start auf dem Allmendhubel, via Wirzelwaldaufstieg und Palace-Run bis zum Ziel im Skischulgelände von Mürren.

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