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Oben ohne ist definitiv out

In der heutigen Weltcüpli-Kolumne macht sich Chefredaktor Stefan Geissbühler Gedanken zu klugen Köpfen und Helmfrisuren.

Erinnern Sie sich noch an die legendären Skimützen aus dem Hause SKA (Schweizerische Kreditanstalt, heute CS)? Genau, diese unverwüstlichen blau-weiss-roten Skimützen waren Kult – und sind es bis heute. Nur dass sich heutzutage kaum jemand mehr traut, sich nur mit einer Mütze auf der Skipiste sehen zu lassen. Am ehesten sieht man die Kappen noch beim Après-Ski. Denn die Oben-ohne-Zeiten sind definitiv passé. Vorbei sind die Zeiten, als Heini Hemmi oder Ingemar Stenmark bemützt die Slalomstangen umkurvten. Heute ist Skihelm Trumpf – und nicht nur bei den Rennfahrern.

Kaum vorstellbar: Vor gut 15 Jahren hat auf der Piste laut BfU (Beratungsstelle für Unfallverhütung) noch kaum jemand einen Skihelm oder einen Snowboardhelm getragen. In der Wintersaison 2002/2003 waren es bei den Snowboardern 20 Prozent, bei den Skifahrern gerade einmal 14 Prozent. Heute gehört der Helm so selbstverständlich zur Ski- und Snowboardausrüstung wie die Handschuhe. Über 90 Prozent aller Snowboarder und Skifahrer in der Schweiz tragen einen Helm.

Der Vorteil des Helms ist offensichtlich: Er schützt den Kopf. Pro Jahr verunfallen rund 72'000 in der Schweiz wohnhafte Skifahrer, Snowboarderinnen und Schlittler. Rund 16 Prozent der Verunfallten verletzen sich am Kopf. Ein Helm kann rund ein Drittel aller Kopfverletzungen verhindern.

Übrigens: Schneesportlerinnen und -sportler sind in der Schweiz nicht verpflichtet, sich mit einem Helm auszurüsten. Hingegen ist das Tragen eines Skihelms für Jugendliche in Italien (unter 14 Jahren) und in weiten Teilen Österreichs (unter 15 Jahren) gesetzlich vorgeschrieben.

Fazit: Kluge Köpfe schützen sich – die Helmfrisur ist in Kauf zu nehmen.

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