Oberland verliert

Im Oberland hat die Zahl der Stellenlosen um 190 Personen zugenommen. Allein Interlaken-Oberhasli verlor 129 Arbeitsplätze.

Primär aus der Industrie trafen im Kanton zwölf Gesuche für Kurzarbeit ein, die 242 Beschäftigte betrafen.

Primär aus der Industrie trafen im Kanton zwölf Gesuche für Kurzarbeit ein, die 242 Beschäftigte betrafen.

(Bild: Fotolia)

Im Gegensatz zu einigen der übrigen sechs Verwaltungskreise im Kanton Bern beklagen drei der vier Oberländer Kreise eine Zunahme der Arbeitslosen (Ausnahme Thun). Dafür ist die Quote gegenüber eben diesen Verwaltungskreisen immer noch wesentlich tiefer, weisen doch Biel 3,8 Prozent und der Berner Jura 3 Prozent auf, Oberaargau und Mittelland je 2,5 Prozent, während die Oberländer Kreise maximal 2 Prozent Quote haben.

Die Zahlen für das Oberland:Obersimmental-Saanen: 184 Arbeitslose (Vormonat 147), plus 37, Quote 1,9 Prozent. Frutigen-Niedersimmental: 325 (300), plus 25, Quote 1,5 Prozent. Interlaken-Ober­hasli: 539 (410), plus 129, Quote 2 Prozent, Quotenzuwachs 0,5 Prozent. Thun: 998 (999), minus 1, Quote 1,7 Prozent.

Das Berner Oberland zählt somit 2046 Arbeitslose, was gegenüber dem Oktober einer Zunahme von 190 Personen entspricht. Die touristisch geprägte Region Interlaken-Oberhasli verzeichnete kantonsweit den grössten Anstieg. Im Kanton Bern gibt es zurzeit 13 379 Stellenlose – das sind 47 weniger als im Vormonat (Quote 2,4 Prozent). Schweizweit sind 137 317 Menschen ohne Arbeit, was einer Zunahme von 2517 entspricht (Quote 3,1 Prozent).

«Aussergewöhnlich stabil»

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt sei für den November aussergewöhnlich stabil, schreibt die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern in ihrer gestrigen Publikation. «Normalerweise nimmt die Zahl der Arbeitslosen wegen saisonaler Effekte im Bau- und Gastgewerbe im November stark zu. Dieser saisonale Anstieg war diesmal geringer als in den Vorjahren.» Zudem habe sich die erfreuliche Entwicklung der letzten Monate in den meisten Branchen fortgesetzt, sodass sich die Zahl der Arbeitslosen insgesamt kaum verändert habe. Verglichen mit dem November 2016 sind 2374 Personen weniger arbeitslos. Primär aus der Industrie trafen im Kanton zwölf Gesuche für Kurzarbeit ein, die 242 Beschäftigte betrafen.

bpm

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