«Offen für Neues und lösungsorientiert»

Interlaken

Die Tourismusorganisation Interlaken war auch 2018 auf Erfolgskurs. Sie hat neue Events und Angebote im Visier.

TOI-Präsident Erich Reuteler konnte den Mitgliedern der Tourismusorganisation gute Zahlen präsentieren: Die Logiernächte in der Destination nahmen zu.?

TOI-Präsident Erich Reuteler konnte den Mitgliedern der Tourismusorganisation gute Zahlen präsentieren: Die Logiernächte in der Destination nahmen zu.?

(Bild: Bruno Petroni)

«Wir haben stets offen und lösungsorientiert gehandelt», sagte Erich Reuteler, Präsident der Tourismusorganisation Interlaken (TOI). Er präsentierte am Dienstag im Congress Centre Kursaal Interlaken vor 166 Vereinsmitgliedern, 44 Gästen und 35 ihrer Mitarbeitenden die Zahlen für 2018.

Vorgestellt werden jeweils zwei Zahlengruppen: die von Interlaken, Matten und Unterseen, meistens zusammen mit Wilderswil, Saxeten und Gsteigwiler, und die der Marketing-Dachmarke, zu der auch Beatenberg, Bönigen, Iseltwald, Habkern, Ringgenberg (Rigoni), Brienz, Thun-Thunersee und Diemtigtal gehören. Insgesamt stehen im ganzen Destinationsgebiet 16918 Betten und Campingstellplätze zur Verfügung, und 2018 waren diese über 2,75 Millionen Mal belegt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Steigerung um 6,34 Prozent. 9982 der Betten stehen in einem Hotel. Die Hotellerie in der Ferienregion Interlaken generierte 1,85 Millionen Logiernächte, 1,07 Millionen entfallen auf das TOI-Vereinsgebiet.

Ferienwohnungen im Plus

Das grösste Wachstum erzielte die Destination bei den Ferienwohnungen, im TOI-Feriengebiet war ein Wachstum von 65 Prozent zu verzeichnen – Airbnb lässt grüssen. Dagegen gabs bei den Hostels-Logiernächten einen leichten Rückgang. Im Diemtigtal war er grösser, weil dort zwei Gruppenunterkünfte geschlossen wurden. Ein Topjahr war 2018 fürs Camping; wie gut es Campinggästen geht, stellte der Sänger Baschi in einem unterhaltsamen Werbefilmchen vor.

Stärkung der Dachmarke

TOI, zeigte Direktor Daniel Sulzer auf, ist stets daran, die Dachmarke zu stärken. Wobei das «aktuelle Dachmarkengebilde» – so Sulzer – viele Absprachen nötig macht, zum Beispiel bei der Einführung einer E-Gästecard. Es sind 36 Gemeinden mit eigenen Kurtaxenreglementen beteiligt. TOI-Präsident Erich Reuteler rief diskret, aber deutlich zur Annahme des neuen Interlakner Kurtaxenreglements auf. Und Sulzer forderte dazu auf, die TOI-Bemühungen zu unterstützen, damit der TGV Lyria weiterhin von Paris nach Interlaken fährt.

TOI hat, wie auch andere Touristiker, die neue Regionalpolitik entdeckt: Gleich 13 Ideen sind für eine Unterstützung angemeldet, vom Santa-Claus-Event im November zu einem Winter-Fit, vom Adventskalender bis zu Bikepark Thunersee, Bödelitram und Urban Golf. Der Ironman Thun ist bereits Tatsache, und Sulzer gratulierte den Initianten.

Von Adventure zu Wellness

«Wir sind die Adventure-Hauptstadt», sagte Sulzer. Jetzt kommt neu (oder wiederbelebt mit der Gesundheitsoase Berner Oberland) die Plattform Berner Oberland Vital hinzu, welche das TOI-Gebiet und die Jungfrauregion als Ort fürs Wohlfühlen positioniert.

TOI ist zu einer Unternehmung mit 10,335 Millionen Franken Umsatz geworden. Erich Reuteler wurde für vier Jahre wiedergewählt, danach will er sein Amt weitergeben. Als neuer Präsident des Hoteliervereins nimmt Bernard Müller Einsitz im Vorstand.

Berner Oberländer

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