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Ortsplanungsrevision kurz vor Abschluss

Bis zum 10. März liegen Teile der Ortsplanungsrevision zum zweiten Mal auf. Es geht um Änderungen, die nach der ersten Auf­lage eingeflossen sind.

Blick auf Lauterbrunnen mit unter anderem dem Bahnhof und dem Parking. Bis zum 10. März liegen Teile der Ortsplanungsrevision zum zweiten Mal auf.
Blick auf Lauterbrunnen mit unter anderem dem Bahnhof und dem Parking. Bis zum 10. März liegen Teile der Ortsplanungsrevision zum zweiten Mal auf.
Bruno Petroni

«Ich bin sehr froh, dass wir die Arbeit an der Ortsplanungsrevision fast abgeschlossen haben. Sie hat uns stark beansprucht», sagt Lauterbrunnens Gemeindepräsident Martin Stäger. Vorgesehen ist, dass sie am 10. April der Gemeindeversammlung vorgelegt wird. Am 30. Dezember 2016 ging die Einsprachefrist zu Ende.

«Ich bin sehr froh, dass wir die Arbeit fast abgeschlossen haben.»

Gemeindepräsident Martin Stäger

Es gab 49 Einsprachen; viele konnten bereinigt werden. Aktuell und bis zum 10. März sind Teile der Planung noch einmal aufgelegt. Darin sind Änderungen enthalten, mit denen Einsprachen bereinigt werden konnten. Zudem hat die Gemeinde selber noch einige wenige Anpassungen vorgenommen.

Ziel der zweiten Auflage ist es, die Ortsplanungsrevision im April mit möglichst wenigen offenen Einsprachen der Gemeindeversammlung vorzulegen. Zum zweiten Mal aufgelegt sind die Zonenpläne von Wengen, Lauterbrunnen und Isenfluh und das Baureglement.

Einsprachen dürfen nur noch gegen die jetzt aufgelegten Anpassungen gemacht werden. In Isenfluh wurde ein Stück Land für eine geplante Erschliessung eingezont, in Lauterbrunnen ging es um eine bereits gebaute Garage.

Eine Hotelzone C

Eine grössere Änderung gibt es in Wengen. Neu wird dort im Gebiet Galliweidli eine Hotelzone C geschaffen. Nach der ersten Auflage haben sich viele Einsprecher daran gestört, dass dort zu grosse Gebäudevolumen entstehen könnten. Die Hotelzone C übernimmt jetzt die baupolizeilichen Masse der Wohnzone, lässt aber die Vorteile der Hotelzone zu.

Zu der Zielrichtung der Orts­planungsrevision sagt Gemeindeschreiber Anton Graf: «Wir versuchten, Rahmenbedingungen zu setzen, damit die Gemeinde sich weiterentwickeln kann. Es wurden Gewerbezonen geschaffen und erweitert. In Isenfluh ist Land zur Schaffung von Erstwohnungen eingezont worden. Die Hotelzone gibt den Hotelbetrieben optimale Rahmenbedingungen.»

«Wir versuchten, Rahmenbedingungen zu setzen, damit die Gemein­de sich weiterentwickeln kann.»

Gemeindeschreiber Anton Graf

In der Neuauflage ist bei der Beschreibung der Bauten in den Hotelzonen zusätzlich der Begriff Ressort aufgenommen worden. Es dürfen in der Hotelzone Dienst- und auch Erstwohnungen erstellt werden.

Keine mehrfarbigen Fassaden

In Sachen Besitzstandgarantie ist eine Änderung aufgeführt, die durch kantonale Vorgaben bedingt ist: Der minimale Grenzabstand darf bei Umbauten, Erneuerungen und Ersatzbauten nur noch in der Hotelzone und in den Ortsschutzgebieten weiterhin unterschritten werden, nicht aber auf dem ganzen Gemeindegebiet.

Gestrichen wird die im ersten Baureglementsentwurf vorgesehene Parkierung Dorf Lauterbrunnen mit einem zweckgebundenen Ausbau der Parkierungsanlage. An Dorfbilder wird im Artikel 24 gedacht. Gebäude sollen neu nicht nur in ortsüblichen Materialien und Farbgebungen ausgeführt werden, sondern auch pro Fassade einheitlich.

Zur Vorgeschichte

Am 20. Januar 2014 haben die Stimmberechtigten an einer emotionalen Versammlung die während fünf Jahren vorbereitete ­Revision der Ortsplanung ohne Diskussion zurückgewiesen. Hauptgrund war, dass sie eine Lenkungsabgabe für Zweitwohnungen enthielt. Gut ein Jahr später lag eine neue Fassung vor, die Lenkungsabgabe war vom Tisch.

Zwei Arbeitsgruppen und ein Steuerungsausschuss sorgten für eine breite Mitwirkung. Zur Erfüllung kantonaler Vorgaben wird ein Erstwohnungsanteil eingeführt. Er ist mit 20 Prozent gemässigt und gilt nicht für bestehende Erstwohnungen, die in Zweitwohnungen umgewandelt werden.

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