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Rätsel um Souvenirgeschäft gelöst

Das neue Jahrbuch des Uferschutzverbands offenbart spannende Geschichten. Gelöst wird auch das Rätsel über den Standort eines alten Souvenirgeschäftes in Interlaken.

Die Fotografie, ein Silbergelatine-Abzug, gab Rätsel auf – wo stand einst der Souvenirpavillon in Interlaken?
Die Fotografie, ein Silbergelatine-Abzug, gab Rätsel auf – wo stand einst der Souvenirpavillon in Interlaken?
PD/Sammlung Marlene Oster Rosenthal

Jahr für Jahr erscheint pünktlich zur Generalversammlung das Jahrbuch des Uferschutzverbandes Thuner- und Brienzersee (UTB). Die Redaktorinnen Gisela Straub und Sybille Hunziker haben es verstanden, wieder eine ganze Reihe spannender Geschichten zu präsentieren.

Nebst dem geschäftlichen Teil des Verbandes und einem Nachruf an Hans Fritschi, der selber noch zwei Beiträge zum Jahrbuch geschrieben hat, sind unter den Rubriken Natur, Geschichte und Kultur von mehreren Autoren kürzere und längere Geschichten zu Themen rund um die Seen und das engere Oberland geschrieben worden.

Einzigartiges System

So werden etwa die Sanierung der Trockensteinmauern am Pilgerweg in Ringgenberg, die gewerbsmässige Gewinnung von Kies und Sand aus dem Lütschinendelta in Bönigen oder das neue Informationskonzept im Naturschutz­gebiet Weissenau-Neuhaus gewürdigt.

Eine geologische Betrachtung wird zum Thema «Der Talzuschub an der First» gemacht. Die 19 Dorfbrunnen in Matten, so berichtet ein weiterer Artikel, werden in einem einzigartigen System allesamt mit einwandfreiem Trinkwasser gespeist. Ein neu eingerichteter «Brunnenweg» mit Informationstafeln informiert Bürger und auch Besucher über das wertvolle Gut ­Wasser.

Eine unbekannte Fotografie

Der Artikel über Pfarrer Nöthigers Beschreibung des Beatenbergs um 1780 gibt Einblicke in das damalige Gemeindewesen. Die Entwicklung von Hotellerie und Tourismus in Interlaken in den letzten 125 Jahren wird anhand von sechs Momentaufnahmen in verschiedenen Jahrzehnten betrachtet.

In ihrer Matura-Arbeit stellt Carla Maeder aus der Hoteliersfamilie Maeder (Hotel Carlton-Europe) fest, dass der Hotelbestand seit 1966 von 37 auf 26 reine Hotelbetriebe zurückgegangen ist und Interlaken heute rund 400 Gästebetten weniger anzubieten hat. Die Auflösung eines Rätsels wird im Beitrag «Der Souvenir-Laden» aufgezeigt.

Eine zuerst unbekannte Fotografie eines Pavillons zeigt die «Holzschnitzerei und Olivenwarenfabrik G. Invernizzi-Fuchs, Brienz». Über etliche Stationen und unter Mithilfe von einigen historisch bewanderten und ortskundigen Interlaknern konnte die Autorin den Standort des ehemaligen Gebäudes, das am Höheweg 86 gegenüber dem Hotel ­Beau-Rivage gestanden hatte, ausmachen.

Über Alp- und Waldhorn

Der kulturelle Teil schliesslich stellt zwei Instrumente – das Alp- und das Waldhorn – einander gegenüber. Auch das ist eine Matura-Arbeit, Sie wurde von Till Aerni geschrieben. Ein Porträt über den Brienzer Christoph Flück, Spross einer bekannten Künstlerfamilie, schliesst das Jahrbuch ab. Dieses wird den Mitgliedern des UTB jeweils zur Generalversammlung zugestellt.

Die Generalversammlung des UTB findet am Freitag, 16. Februar, 15.30 Uhr im Hotel Carlton Europe Interlaken statt. Im Anschluss daran hält Ursula Irion, Rebmeisterin Rebbau Spiez, ihr Referat zu den Herausforderungen und Visionen eines nachhaltigen Rebbaus in Spiez.

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