Rauchquarz fand Belvedere

Grindelwald

Die Familie Hauser vom Hotel Belvedere in Grindelwald feierte: Die vierte Hotelier-Generation und die erneuerte «Stuba».

In der stimmungsvollen «Stuba» im Belvedere Swiss Quality Hotel (v.l.): Strahler Werner Schmidt, Hotelier Urs-B. Hauser und Gattin Sylvia, Tochter Carole, Sohn Philip und Schwester Susanne. Foto: Anne-Marie Günter

In der stimmungsvollen «Stuba» im Belvedere Swiss Quality Hotel (v.l.): Strahler Werner Schmidt, Hotelier Urs-B. Hauser und Gattin Sylvia, Tochter Carole, Sohn Philip und Schwester Susanne. Foto: Anne-Marie Günter

Stuba nennt die Hotelierfamilie Hauser ihre Hotelhalle im Belvedere. Johann Hauser, als Bauernbub in Schüpfen geboren und als Saisonnier in Ägypten und Interlaken mit der Hotellerie vertraut, hatte einen guten Blick für die Lage, als er vor 112 Jahren das Belvedere baute. Die Aussicht Richtung Eiger und Kleine Scheidegg ist einmalig. Die jetzt erneuerte Hotelhalle setzt diese Aussicht mit riesigen Fenstern perfekt in Szene.

Name macht Sinn

Der Name Stuba macht Sinn, denn Hausers gaben dem grossen Raum, unterstützt von Architekt Martin Otth von Forum 4 in Interlaken, echte Wohnlichkeit, modern, mit schön verarbeitetem Holz, Stein, warmer Farbe und ganz ohne Swissness-Gehabe mit Militärdecken- und Hirschgeweihdesign.

Eine Glasvitrine aus dem urgrosselter­lichen Bauernhaus wurde zum authentischen Schmuckstück. Dann machten sich Hausers auf die Suche für ein visuelles Raumzentrum, wie Sylvia Hauser am 27. März an einer Feier mit Familie und Freunden erzählte, zu dem die Hausers unter dem Titel «Mit einem Wunder der Natur in die Zukunft» eingeladen hatten.

Sie fanden die perfekte Lösung schliesslich bei Werner Schmidt, einem Strahler aus Mörel, in Form eines über 200 Kilogramm schweren Rauchquarzes. Er stammt aus der «Lichtkluft», die Schmidt 2007 auf 3000 Meter Höhe im Galmigebiet hinter dem Finsteraarhorn entdeckte. Er dürfte über 15 Millionen Jahre alt sein und kann im Belvedere sogar berührt werden. Sylvia Hauser ist überzeugt: «Wir haben ihn und er hat uns gefunden.»

Generationenwechsel

Die erneuerte Hotelhalle gehört zu Investitionen, welche Urs B. und Sylvia Hauser als dritte Generation im Hotel Belvedere getätigt haben. In den letzten Jahren waren es vier Millionen Franken, auch im Hinblick darauf, dass sich im Belvedere die vierte Generation «mit Freude und Elan» daran macht, den Familienbetrieb zu übernehmen. Urs B. Hauser stellte die umweltfreundliche Anlage vor, die es mit durchfliessendem Wasser erlaubt, in allen Zimmern eine Klimaanlage anzubieten. «Der heutige Gast erwartet das», sagte er.

Die vierte Generation sind Geschwister. Sohn Philip Hauser, der nach einer fundierten Ausbildung zum Betriebswirtschafter an der Hochschule St. Gallen und Praktika sich entschlossen hat, dass es seine Wunschkarriere ist, Hotelier in Grindelwald zu sein. Zusammen mit seiner Schwester Carole, die nach einem Studium für internationale Beziehungen in St. Gallen aktuell an der Hotelfachschule in Lausanne studiert.

Berner Zeitung

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