Rochade im Gemeinderat still bestätigt

Därstetten

In der Därstetter Exekutive gab es eine Rochade. Thomas Knutti ist neuer Gemeindepräsident, Hans Rudolf Tschabold und Daniel Kunz sind neue Gemeinderäte.

Wichtige Köpfe in Därstetten (v. l.): Thomas Knutti (neuer Gemeindepräsident), der ausscheidende Hans Ueltschi und der neue Gemeinderat Hans Rudolf Tschabold. Gemeinderat Daniel Kunz fehlt auf dem Bild.

Wichtige Köpfe in Därstetten (v. l.): Thomas Knutti (neuer Gemeindepräsident), der ausscheidende Hans Ueltschi und der neue Gemeinderat Hans Rudolf Tschabold. Gemeinderat Daniel Kunz fehlt auf dem Bild.

(Bild: Rösi Reichen)

Neu im Gemeinderat in Därstetten sitzen Hans Rudolf Tschabold und Daniel Kunz. Letzterer ist auch Vizegemeinde- und Vize­gemeinderatspräsident. Hans Ueltschi, der die Ressorts allgemeine Verwaltung, Präsidiales und Finanzen geführt hatte, schied wegen Amtszeitbeschränkung aus und wurde bei der Gemeindeversammlung am Samstag mit anhaltendem Applaus für sein Engagement gewürdigt.

Thomas Knutti war ebenfalls für zwei Amtsperioden im Gemeinderat und wurde ohne Gegenkandidat zum Gemeinde- und Gemeinderatspräsidenten gewählt. Lorenz Dreier ist auch wegen Amtszeitbeschränkung nicht mehr im Rat. Der Gemeinderat Marcel von Niederhäusern macht noch eine Amtsdauer von 4 Jahren. Weil sich nicht mehr Kandidaten zur Wahl stellten, als Sitze zu vergeben waren, gab es stille Wahlen.

Die Verwaltungsangestellte Katja von Känel arbeitet zu 60 Prozent auf der Gemeindeverwaltung, und darum konnte die in Oey geführte AHV-Zweigstelle wieder zurück nach Därstetten geholt werden, was erfreut zur Kenntnis genommen wurde. Die Zweigstelle ist am Mittwoch von 8 bis 12 und von 14 bis 16.30 Uhr offen oder nach Vereinbarung.

Hunde kosten Gemeinde Geld

Das bestehende Verwaltungsvermögen von 388'000 Franken wird nach HRM2 innert 16 Jahren abgeschrieben. Erfreulicherweise dürfte die Gemeindesteueranlage in den nächsten Jahren bei 1,7 Einheiten bleiben, weil auch die Einnahmen eher stiegen, sagte Gemeinderat Peter Zeller in seiner Orientierung.

Im Budget 2018 sind Investitionen von 1,828 Millionen Franken geplant, was lineare Abschreibungen von 40'000 Franken nach sich zieht. Weil keine grossen Anschaffungen und Unterhaltsarbeiten ­anstehen, werde der übrige Sach- und Betriebsaufwand 140'000 Franken tiefer ausfallen.

Beim Erfolgsrechnungsgesamthaushalt plant der Gemeinderat bei einem Aufwand von knapp 3 Millionen Franken ein Defizit von 216'300 Franken inklusive des Defizits aus den Spezialfinanzierungen von 174'000 Franken (wegen hoher Investitionen in Quellen). Die gesamten Steuereinnahmen spülen 1,353 Millionen Franken in die Gemeindekasse.

Aus den Reihen der 70 anwesenden Stimmbürger wurde dem Antrag für die Erhöhung der Hundesteuer von 20 auf 50 Franken zugestimmt. Mit 20 Franken seien nicht einmal der Aufwand für das Erstellen der Rechnung, Porto, Papier und die Verbuchung der Zahlung gedeckt worden, abgesehen vom Aufwand für die Robidogs.

Schrankenbeitrag genehmigt

Die 854 Einwohner zählende Gemeinde Därstetten hat bisher keine Mehrwertabgabe abgesahnt, weil sie den Baulandpreis nicht künstlich erhöhen wollte. Jetzt verlangen die Gesetze diese Abgabe. Der Gemeinderat schlägt vor, den Mindestsatz von 20 Prozent anzuwenden.

Bei einem ­Verkauf von Bauland ab dem sechsten Jahr nach der Einzonung sollen 25 Prozent abgeschöpft werden und ab dem elften Jahr 30 Prozent des Verkaufspreises an die Gemeinde fällig werden.

Das Reglement über die Mehrwertabgabe wurde genehmigt. Weiter wurde das neue Personalreglement genehmigt und auch der Kredit für die Bezahlung des Anteils von 111'000 Franken für die Schranken- und Lichtsignalanlagen der BLS (Lochmatte und Reichenbach) bewilligt.

Berner Oberländer

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