Roger Schaelis neuster Erfolg

Grindelwald

Erstmals wurde die Rotpunkt-Route am Eiger an einem einzigen Tag durchstiegen.

Roger Schaeli in der Route «La vida es silbar».

Roger Schaeli in der Route «La vida es silbar».

(Bild: PD)

Bruno Petroni

Erstmals hat ein Alpinist die schwierige Kletterroute «La vida es silbar» am Eiger im Rotpunkt-Stil an einem einzigen Tag durchstiegen: Der in Goldswil lebende Entlebucher Roger Schaeli (41) schaffte vor einigen Tagen die 900 Meter lange Route im hohen Schwierigkeitsgrad 7c+ gemeinsam mit seinem belgischen Kameraden Sean Villanueva O’Driscoll, den er von Expeditionen in Patagonien her gut kennt.

Die 27 Seillängen umfassende Route ist vor 20 Jahren von Daniel Anker und Stephan Siegrist erstbestiegen worden. 4 Jahre später gelang Siegrist zusammen mit dem Ende April 2017 tödlich verunglückten Ueli Steck an der «La vida es silbar» die erste Rotpunkt-Begehung. Beginnend am Stollenloch der Jungfraubahn, verläuft die Route über die sogenannte Rote Fluh und den Tschechenpfeiler.

«Ich hab schon seit drei Jahren versucht, die Route an einem Tag zu schaffen. Aber dann stimmte mal das Wetter nicht, oder der Seilpartner; so brauchte ich dafür bisher immer zwei bis drei Tage», freut sich Roger Schaeli über seinen neusten Erfolg, nachdem er selber bereits anspruchsvolle Routen wie «The Magic Mushroom» oder «Odyssee» erstbegangen und eingerichtet hatte.

Bei einer Rotpunkt-Begehung ist entscheidend, dass die Sicherungskette nicht belastet wird. Die Route muss ohne Sturz, Ausruhen im Seil oder Hochziehen an Sicherungshaken in einem Zug durchstiegen werden.

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