Saanenland begrüsst Schneggs Vorgehen

Für die Gemeinden Saanen, Lauenen und Gsteig sind zusätzliche Abklärungen zur Spitalver­sorgung durch eine Expertengruppe «wünschenswert».

Das Saanenland vertraut «auf eine fundierte Analyse der Experten», wie sie Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg in Aussicht gestellt hat.<p class='credit'>(Bild: Nicole Philipp)</p>

Das Saanenland vertraut «auf eine fundierte Analyse der Experten», wie sie Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg in Aussicht gestellt hat.

(Bild: Nicole Philipp)

«Die Behörden des Saanenlandes anerkennen die engagierten Bemühungen des Gesundheitsdirektors zur Lösungssuche.» So ist es in einer am Montag verschickten, gemeinsamen Medienmitteilung der Gemeinden Saanen, Lauenen und Gsteig zu lesen.

Bekanntlich hatten sich Regierungsrat Pierre Alain Schnegg und die Spital STS AG, die in Zweisimmen das defizitäre Spital betreibt, Ende Januar mit Gemeindevertretern, Kantonsparlamentariern und Interessengruppen zu einer Information zum Stand des Spitalneubaus getroffen. Der Austausch brachte keine konkrete Lösung. Bekräftigt wurde, dass Schneggs Gesundheits- und Fürsorgedirektion, Stand heute, einen Neubau mit der Spital STS AG bevorzugen würde.

Bekannt wurde zudem, dass der Gesundheitsdirektor eine Expertengruppe unter einer externen Leitung einsetzt, die bis zum kommenden Juni sämtliche Eventualitäten prüft. «Diese soll durchaus wünschenswerte, zusätzliche Abklärungen für eine finanzierbare Lösung eines Spitalneubaus vornehmen und sich daraus ergebende Vorschläge unterbreiten», wird das Vorgehen gemäss Communiqué aus dem Saanenland begrüsst.

«Pragmatisches Vorgehen»

Die Behördenvertreter der drei Gemeinden «unterstützen vorbehaltlos das pragmatische Vorgehen» des Gesundheitsdirektors. Um eine möglichst unvoreingenommene Analysetätigkeit der Expertenkommission zu gewährleisten, wie sie schreiben, verzichten die Behörden des Saanenlandes auf die Entsendung einer Vertretung in das Expertengremium.

Im Simmental tönte es anders: In einer Stellungnahme aller acht Gemeinden von Diemtigen bis an die Lenk, ergänzt mit Grossräten und der IG Spitalversorgung Simmental-Saanenland, wurde der Anspruch auf eine Vertretung in der Expertengruppe gestellt. Die geeinten Simmentaler schlugen Ernst Hodel als Gemeinderatspräsident der Standortgemeinde Zweisimmen vor. Und die Taldelegation verlieh vorab ihrer Hauptforderung Nachdruck, wonach «der vor Jahren demokratisch festgelegte Standort Zweisimmen» nicht nochmals hinterfragt werden sollte.

An die Nachbarregion erfolgte zudem eine klare Ansage: Man erwarte von den Behörden und der Bevölkerung des Saanenlandes, in dieser Frage «die Solidarität zum Simmental vor die eigenen Ansprüche zu stellen».

Das Beste für Lokale wie Gäste

Ob diese Aufforderung so angekommen ist? «Die Behörden des Saanenlandes streben mit ihrer gesundheitspolitischen Strategie konsequent die bestmögliche, medizinische Grundversorgung der einheimischen Bevölkerung und der Destinationsgäste an. Dieser Anspruch muss auch das Leitmotiv der eingesetzten Expertengruppe sein», heisst es im Communiqué von gestern. Das Saanenland vertraut «auf eine fundierte Analyse der Experten». Man werde die Lösungsvorschläge mit der notwendigen Seriosität prüfen.

jss/pd

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