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Schnee als Versicherung für Wintererfolg

Mehr beschneite Pisten oberhalb des Dorfes: Die Schilthornbahn baut aktuell an der Beschneiungsanlage Allmendhubel-Almiboden-Maulerhubel.

Die Bauarbeiten an den Beschneiungsanlagen der Schilthornbahn profitieren vom guten Wetter im Oktober.
Die Bauarbeiten an den Beschneiungsanlagen der Schilthornbahn profitieren vom guten Wetter im Oktober.
zvg

Die Schilthornbahn AG teilt mit, dass die Ausbauarbeiten für die Beschneiungsanlagen Mürren planmässig voranschreiten. Auf die Wintersaison hin wird die erste Etappe der Anlage in Betrieb genommen. Das Wasserreservoir und die Pumpstation in Giuw werden auf den Winter 2018/2019 hin erstellt.

«Dank dem schönen und trockenen Wetter sind die Bauarbeiten im Oktober sehr gut fortgeschritten», sagt Christoph Egger, Direktor der Schilthornbahn AG. Insbesondere die Rekultivierungsarbeiten seien dank den guten Wetterbedingungen schneller und in bester Qualität ausgeführt worden, sodass im kommenden Sommer kaum mehr Narben der Bauarbeiten zu sehen sein werden.

Realisiert wird ein Leitungsnetz von rund 2,2 Kilometern mit 25 Zapfstellen. Alle Zapfstellen werden mit Lanzen bestückt. «Dank diesen Arbeiten wird die Schneesicherheit deutlich erhöht, und vor allem der Einstieg in das Skigebiet über die Bahnachse Lauterbrunnen–Grütschalp–Winteregg wird wesentlich an Attraktivität gewinnen», sagt Christoph Egger.

Eigener Speichersee

Es ist für die Schilthornbahn ein wichtiger Einstieg, weil er gerade für vom Bödeli mit der Bahn anreisende Gäste der schnellste Weg ins Skigebiet der Jungfrauregion ist. Insgesamt wird die Anlage, zu der auch die Beschneiung Winteregg gehört, 4,5 Millionen Franken kosten. Das nötige Wasser für die jetzt vor der Realisierung stehende Beschneiung stammt aus dem bahneigenen Speichersee, in Zukunft braucht es auch Wasser aus der Wasserversorgung.

Eine Versicherung

Lohnt sich dieser Einsatz an Ressourcen angesichts der in der Schweiz abnehmenden Zahl von Schneesportlern? Für Egger ist klar, dass diese Beschneiung (sie liegt auf 1800 bis 2000 Metern Höhe) nötig ist, auch weil Kunstschnee weniger vom Wind verweht wird als Naturschnee. «Es wird vielleicht nicht einmal viel mehr Wintersportler geben, aber es ist für uns wie eine Versicherung», sagt er.

«Es wird vielleicht nicht einmal viel mehr Wintersportler geben, aber es ist für uns wie eine Versicherung.»

Christoph Egger Direktor Schilthornbahn AG

Nach vier Winteranfängen ohne Naturschnee weiss er, wovon er spricht. Der Winter lasse sich mit der Beschneiung planen, was auch für das Gastgewerbe und für Gewerbebetriebe der Region sehr wichtig sei. Für Schilthornbesucher im Winter, die längst nicht alle Skisport betreiben würden, sei es zudem interessanter, einen lebendigen Ort zu besuchen, wo etwas laufe und zu sehen sei. Er rechnet damit, dass die Schilthornbahn AG künftig insgesamt gegen 50 Prozent ihrer Pisten beschneien wird.

Trassee der Allmihubelbahn

Aktuell bis zum 15. Dezember saniert die Bahn in einer ersten Etappe auch das Trassee der Allmendhubelbahn. Die Bahn wurde letztmals in den Jahren 1998 bis 2000 erneuert. Die Etappe umfasst Arbeiten am Trassee und am Unterbau zwischen dem Tunnelausgang und dem Ferrodukt oberhalb von Mürren. Zudem wird das bahneigene Hotel Winteregg saniert. Die Fassade wird per Sandstrahlen aufgefrischt, das Dach erneuert und ein Musterzimmer eingerichtet.

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