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Schuldlos bei Seil-Unfall

Einen Landbesitzer aus dem Obersimmental trifft keine Schuld, dass ein Velofahrer 2012 in ein Stahlseil fuhr. Ein Vorfall mit fehlenden Lämmchen-Ohrmarken war verjährt.

Die Verhandlung vor dem Strafgericht in Thun vom Mittwoch liess bei der Ankündigung Fragen offen: Es ging um die Widerhandlung gegen das Tierseuchengesetz und einfache Körperverletzung. Einen Zusammenhang der Tatbestände gabs nur insofern, als die beiden Ereignisse zeitlich nahe beieinander stattgefunden haben und in eine Verhandlung zusammengelegt wurden.

Einerseits hatte der Angeklagte den Skudden-Lämmchen, die er betreute, nicht rechtzeitig eine Ohrmarke verpasst, andererseits war im Juli 2012 ein Velofahrer in ein Stahlseil gefahren, das auf dem Grundstück des Angeklagten in Boltigen eine private Zufahrt absperrte. Der Velofahrer hatte eine Woche nach dem Unfall Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet, weil das Stahlseil nicht markiert gewesen war. Die fehlenden Ohrmarken waren vom zuständigen Tierarzt zur Anzeige gebracht worden.

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