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Seine Liebe galt der Blasmusik

Er war der bekannteste und wohl auch erfolgreichste Oberländer Blasmusikant. Nun ist Jakob Leuen­berger 67-jährig gestorben.

Kobi Leuenberger verlor seinen Kampf gegen den Krebs.
Kobi Leuenberger verlor seinen Kampf gegen den Krebs.
Monika Hartig

«Die Zuschauer kommen nicht nur der Musik wegen an Konzerte und Paraden, sondern noch mehr wegen der Show. Aber die Show muss halt gut sein.» Das sagte ­Jakob Leuenberger im vorletzten Winter zu dieser Zeitung. Er wusste, wovon er sprach: Nicht nur, aber auch dank choreografischen Showelementen hatte er als Dirigent zusammen mit der Musikgesellschaft Matten, die er von 2006 bis zu seinem Rücktritt 2017 leitete, schon manchen Musikwettbewerb gewonnen.

Anfang März 2017 verabschiedete sich Kobi, wie ihn alle nannten, von der Bühne. Und er blickte auf eine aussergewöhnliche Musikerkarriere zurück.

Vielseitig ausgebildet

Angefangen hatte alles mit einer Handorgel, die der kleine Kobi – motiviert von seinem Vater – in der Musikschule Huttwil zu spielen lernte. In den nächsten Jahren kamen Cornet, Trompete, Flügelhorn, Tenorhorn, Eufonium und Es-Althorn dazu. Später liess er sich zum Dirigenten ausbilden und lernte Harmonielehre und Instrumentation.

Auch beruflich weitete Kobi Leuenberger sein Tätigkeitsfeld aus: Der gelernte Möbelschreiner wechselte zunächst in die Bauschreinerei und schliesslich in die Versicherungsbranche. 1974 zügelte er nach Matten. Und schon bald folgte ein Höhepunkt auf den anderen.

Feines Gespür für die Show

Ob oberländische, kantonale oder gar eidgenössische Musikfeste – die MG Matten unter Jakob Leuenberger rangierte jahrelang immer auf den vordersten Plätzen. Das blieb auch dem Schweizer Fernsehen nicht verborgen: 2014 wurden die Mattner zum «Kampf der Orchester» eingeladen, und sie erreichten prompt den dritten Platz.

Leuenbergers grosse Musikalität und feine Gespür für eine gute Show kam auch im Ausland zur Geltung: Fünfmal nahm er mit unterschiedlichen Formationen am internationalen Viertagemarsch in Holland teil. Dabei bewies er immer wieder sein Talent als umsichtiger Organisator, der neben diesen Auslandsreisen unter anderem auch die «Jungfrau Show Parade» auf die Beine gestellt hatte.

Jakob Leuenberger hatte noch viele Pläne. Dazu gehörte neben dem Komponieren auch, mehr Zeit mit seiner Frau Margrith und den Grosskindern zu verbringen. Doch am vergangenen Wochenende nahm sein Leben ein unerwartet rasches und trauriges Ende: Kobi Leuenberger verlor seinen Kampf gegen den Krebs. Was bleibt, sind schöne Erinnerungen.

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