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Seit 60 Jahren gibts die Natureisbahn

Ende der 1950er-Jahre schufen sich einige Gewerbler und Curlingfreunde beim Aareeinfluss in den Brienzersee mit einer kleinen Natureisbahn eine Trainingsmöglichkeit. Auch heute noch existiert diese Sportstätte.

Mathias aus Brienz traf sich mit seinen Kollegen aus Ringgenberg und ­Habkern zum Hockeyplausch mit dem Rothorn als Hintergrund.
Mathias aus Brienz traf sich mit seinen Kollegen aus Ringgenberg und ­Habkern zum Hockeyplausch mit dem Rothorn als Hintergrund.
Beat Jordi

Es waren sechs Gewerbetreibende aus Brienz, die sich in der Freizeit dem Curlingsport widmeten und dafür weite Anfahrten zum Training nach Kandersteg in Kauf nahmen. In den 1950er-Jahren erstellten sie am Standort der heutigen Aarekieshalle eine ­eigene Eisfläche. Mit der Frei­gabe dieser Natureisbahn zum Schlittschuhlaufen war der Grundstein zur heutigen Natureisbahn Brienz gelegt.

Die Schlittschuhläufer kommen nicht nur aus Brienz und den Nachbargemeinden Brienzwiler, Hofstetten oder Schwanden. Sogar aus der Umgebung von Thun oder aus dem Seeland reisten Sportsfreunde an, um sich in Brienz zu amüsieren, weiss Franziska Hostettler, Präsidentin des Eisbahnkomitees. Sie sorgt, zusammen mit dem dreiköpfigen Komitee, den zwei Eismeistern und der Restaurantleiterin, für einen reibungslosen Betrieb.

«Finanziell hatte das Eisbahnteam schon schwierige Jahre durch­zustehen», erinnert sich der langjährige Kassier Heinz Kehrli, «mussten wir doch einmal sogar einen Kredit beanspruchen, um über die Runden zu kommen.» «Heute steht die Natureisbahn auf einem soliden finanziellen Fundament: Die Gemeinden der Region Brienz, Tourismus und Sponsoren tragen die Fixkosten; mit den Einnahmen aus dem Betrieb und den Gönnerbeiträgen können externe Kosten, Entschädigungen und ­immer wieder nötige Investitionen bestritten werden», erläuterte Kehrli.

Mit Gratiseintritt

Je nach Wetter, in der Regel von Ende Dezember bis Mitte Februar, ist die Natureisbahn am Nachmittag ab 13.30 Uhr bis abends um 21.30 Uhr in Betrieb. Der ­Eintritt beträgt zwei Franken für Erwachsene, Kinder zahlen die Hälfte. Schlittschuhe in grosser Anzahl stehen im Umkleideraum gratis zur Verfügung.

Dies alles ist nur möglich dank dem uneigennützigen Einsatz der Komiteemitglieder, dank den Helfern und den Sponsoren. «Ich will ja nicht mit allem Geld verdienen», erklärt Franziska Hostettler auf die Frage nach ihrer Motivation für die Freiwilligenarbeit. Auch sie durfte als Mädchen Schlittschuh laufen und möchte der heutigen Jugend etwas zurückgeben.

Der Erfolg der Ice-Magic-Attraktion in Interlaken habe die Besucherzahl auf der Natureisbahn Brienz positiv beeinflusst, ist sie überzeugt. «Mit dem anhaltend kalten Winterwetter in der schattigen und kalten Ecke des Aaredeltas steuern wir im Jubiläumsjahr auf einen neuen Besucherrekord zu.»

Am Dienstag, 7. Februar – kalte Witterung vorausgesetzt – will die Natureisbahn ihr 60-Jahr-Jubiläum mit einem Gratistag feiern. Eintritt und Schlittschuhmiete sind kostenlos, dazu gibt es einen Jubiläumsglühmost im Eisbahnbeizli neben der ­A-8-Ausfahrt.

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