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Sennhütte eingeweiht und Jubiläum gefeiert

Die Bergschaft Inner-Iselten hat im Stafel Bromatte eine neue Sennhütte gebaut. Ein stattliches Gebäude mit modernster Käserei und freundlichen Unterkünften für das Alppersonal.

Die neue Sennhütte im Stafel Bromatte der Alp Inner-Iselten mit moderner Käserei und Unterkünften für das Alppersonal. Rechts der Käsespeicher.
Die neue Sennhütte im Stafel Bromatte der Alp Inner-Iselten mit moderner Käserei und Unterkünften für das Alppersonal. Rechts der Käsespeicher.
Ueli Flück

«Äs isch e Fröid, a d Iselta z cho», stellte Bergschaftspräsident Albrecht Grossniklaus (Beatenberg) bei der Begrüssung der rund 130 Männer, Frauen und Kinder starken Festgemeinde fest. Er hiess neben den Berganteilhabern besonders die Vertreter der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden und der Bernischen Stiftung für Agrarkredite willkommen. Er stattete den Planern (Ingenieurbüro Sterchi GmbH Unterseen) und den Bauleuten den Dank ab und sparte nicht mit Lob, in das er das Alpteam ausdrücklich einschloss. Samuel Sterchi hielt Rückschau auf die Planungs- und Bauzeit.

Kosten (inklusive Abriss der alten Hütte und mit allem Drum und Dran): rund 1 Million Franken.Grossniklaus erinnerte daran, dass die Alp erst seit 2014 durch eine Strasse via Hintisberg erschlossen ist. «Dank dieser kann die Alp nun rationell bewirtschaftet werden», stellte er fest.

Gut gerüstete Käserei

Dazu wird nun auch die neue Sennhütte beitragen. In der gut ausgerüsteten Käserei wird auch dann gekäst, wenn die Kühe im etwas höher gelegenen Inner-Läger weilen. Die dortige Käserei wird stillgelegt. In der neuen Sennhütte stehen dem Alppersonal geräumige Zweierzimmer zur Verfügung. Auffällig: Bettwäsche mit Edelweissdeko. Es gibt eine Küche und einen Essraum, Duschen und WC.

Hamme und Chäsbrätel

Auch für rund zwei Dutzend Schweine wurde etwas getan: Der bestehende Stall wurde aus- und der dazugehörende «Bschüttichaschte» neu gebaut. Die Vorschriften von Tier- und Gewässerschutz sind – auch wegen des ­tiergerechten Auslaufs – bestens erfüllt.

In der Bromatte wurde nicht nur auf den gelungenen Senn­hüttenbau angestossen, sondern auch auf 150 Jahre Bergschaft ­Inner-Iselten. Denn: 1867 kauften 29 Herren von Interlaken dem Kanton Bern die Alp Inner-Iselten – die auch Herren-Iselten genannt wird – ab. 1868 wurde die ehemalige Klosteralp erstmals von der privaten Bergschaft ­bewirtschaftet (siehe «Berner Oberländer» vom 9. August).

Bei Hamme und Härdöpfel­salat, Chäsbrätel und Wein aus dem Rebberg von Pfander Alfred Chervet in Clavaleyres liess sich gut verweilen und von alten und neuen Zeiten brichten.

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