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Sichern statt pfeifen

Bis zum kommenden Herbst sichert die MOB den unbewachten Bahnübergang beim Viadukt durch eine Barriereanlage mit Drehleuchte. Ersatzlos aufgehoben wird der Übergang Palacekurve.

Der mit Andreaskreuzen ungenügend gesicherte Wanderweg beim Gstaader-Viadukt soll mittels Barriere sicherer werden.
Der mit Andreaskreuzen ungenügend gesicherte Wanderweg beim Gstaader-Viadukt soll mittels Barriere sicherer werden.
Guido Lauper

Nach der Totalsanierung des ­historischen Gstaader Viaduktes samt Lärmschutz im Jahr 2011 erfährt die Bahnlinie der Montreux-Berner-Oberland-Bahn (MOB) AG bei Kilometer 46.373 am Brückensüdkopf mit der Sicherung des Wanderweg-Bahnübergangs eine weitere Verbesserung.

Die Theiler Ingenieure AG, Zweisimmen, hatte dazu vier Varianten ausgearbeitet. Der mit Andreaskreuz ungenügend gesicherte Bahnübergang könnte durch die Verlegung und die Absenkung des Wanderweges auf einer Länge von 40 Metern unter dem ersten Brückenbogen hindurch aufgehoben werden.

Betroffene Landeigentümer aber lehnten die Verlegung gemäss Variantenstudium «kategorisch ab, da dies ein zu grosser Einschnitt in ihr Grundstück und der Weg für Wanderer nicht mehr attraktiv sei».

Als zu wenig sicher entfiel auch die Va­riante mit einer Blinklichtanlage ohne Anpassung des Wanderweges. Mit bis zu 700'000 Franken zu teuer wäre die Verlegung des Wanderweges entlang der Bahnlinie bis zur Palacekurve.

Einsprache berücksichtigt

Ausgeführt werden soll die Variante mit der Sicherung des Übergangs Viadukt mittels Barriereanlage samt ersatzloser Schliessung des Übergangs Palacekurve bei Kilometer 46.171.

Nicht zuletzt auch als Reaktion auf die Einsprache der Gemeinde Saanen gegen die Variante mit Verlegung des Wanderweges. Und wegen der Forderung der Gemeinde, «der Übergang Viadukt sei beizubehalten und mit einer Barriereanlage zu sichern».

Die MOB hofft – nach dem Plangenehmigungsverfahren bis Mai –, im Juni und Juli die Bauarbeiten ausführen zu können. Die Installation der Sicherungsanlagen soll bis September abgeschlossen sein.

Die Inbetriebnahme der Anlage ist im Oktober vorgesehen. Dann werden die Züge ohne die obligaten Pfeifsignale verkehren, was Anwohner in der Regel zu schätzen wissen. Landerwerbs- und Dienstbarkeitsverhandlungen sind gemäss Planungsbericht nicht nötig, «da alle Elemente auf dem Grundstück der MOB zu stehen kommen».

Ebenfalls besteht keine Gefährdung der Umwelt. Sämt­liches Aushubmaterial wird vor Ort wieder eingebaut, und die vorgesehenen Baumaschinen halten die Luftreinhalteverordnung ein.

Rund eine halbe Million

Die Kosten in Höhe von 480'000 Franken (ohne MwSt.) umfassen 34'000 Franken für den Tiefbau, 45'000 Franken für den Gleisbau und 401'000 Franken für die Sicherungsanlagen, inklusive Barrieren.

Die Einwohnergemeinde Saanen und die MOB haben sich auf den Kostenteiler von 35 zu 65 Prozent geeinigt. An den jährlichen Unterhaltskosten wird sich die Gemeinde mit 3000 Franken beteiligen.

Das vollständige Projekt liegt beim Bauamt der Gemeindeverwaltung Saanen bis zum 21. März zur Einsichtnahme auf.

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