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Sieg für «Ab in die Tropen»

Das Siegerprojekt zur Sanierung des Frutiger Bahnhofgebäudes von 1913 ist erkoren. Unter dem Arbeitstitel «Ab in die Tropen» ist es bis Donnerstagabend im alten Bahnhof ausgestellt.

Guido Lauper
Das Frutiger Bahnhofgebäude aus dem Jahr 1913 soll bis Ende 2020 saniert werden.
Das Frutiger Bahnhofgebäude aus dem Jahr 1913 soll bis Ende 2020 saniert werden.
Guido Lauper

«Dem Entscheid gingen hitzige, aber konstruktive Diskussionen voraus», sagte Svend Scherer, Leiter Hochbau der BLS, an der Präsentation der vier eingereichten Sanierungsprojekte im restaurierten ehemaligen Bahnhof der Spiez-Frutigen-Bahn.

«Das Siegerprojekt von Althaus Architekten hat am meisten Entwicklungspotenzial», erklärte Architekt Rolf Mühlethaler, Vorsitzender der Fachpreisrichter. Doch sei an der Bauausführung nichts definitiv.

Als Gründe für die Wahl erwähnte er die Lesbarkeit des bestehenden Gebäudes mit guter Integration des Cafés und der Convenience-Food-Verkaufsfläche sowie der geringfügigen Anpassung der bestehenden Wohnungen. Verbesserungen sieht das Beurteilungsgremium im vorgeschlagenen strassenseitigen Vordach sowie bei «Anlie­ferung und Parkierung zum ­Gebäude».

Wertvernichtung verhindern

Dem hohen emotionalen Wert eines Bahnhofs im Bezug zur dazugehörigen Ortschaft widerspricht gemäss der Beurteilung durch die Jury ein vollständiger Neubau wie beim Projekt «Silberpfeil» von Marti Architekten SIA AG, Frutigen, vorgesehen, «da mit dem Abbruch des alten Aufnahmegebäudes eine bedeutende Wertvernichtung einhergeht.»

Dem Projekt «Houz» der Werlen Matthias AG, Brig, mit einem Holzpavillon ausserhalb des Perimeters gestand die Jury «erlaubtes Querdenken» zu. Doch der zusätzliche Platzbedarf und eine Totalsanierung des bestehenden Gebäudes nahmen dem Projekt die Chancen.

Lange Diskussionen gab es laut Rolf Mühlethaler auch bezüglich des Ersatzes der bestehenden Anbauten durch Glaskuben im Projekt des Berner Architekten Tobias Erb unter dem Titel «782.80», insbesondere zur Frage, «ob der grosszügige Glaseinsatz in dieser Art dem Ort angemessen ist».

Gute Noten für alle Beiträge

Doch auch den unterlegenen Projekten, die gemeinsam mit dem erstplatzierten anonym eingereicht worden waren, bekundete die Jury «eine intensive Auseinandersetzung mit der Aufgabenstellung». Als Folge davon blieb «die Wahl zwischen vier überdachten und realisierbaren Beiträgen».

Bei einem Investitionsvolumen von 3,7 Millionen Franken plant die BLS die Realisierung von Juni 2019 bis Dezember 2020. Die vier eingereichten Projekte sind im Besucherzen­trum des alten Bahnhofs Frutigen am Donnerstag von 9 bis 18 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich.

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