Skifahren auf musikalische Art

Adelboden

Am Samstag fand in Adelboden das Musikantentreffen der Weltcuporte statt. Als zweigeteilter Anlass, da am Sonntag auf der Engstligenalp ein Volksmusikevent angehängt wurde.

Grüsse vom Weltcuport Zagreb brachten diese fünf Musiker in kroatischer Männertracht nach Adelboden.

Grüsse vom Weltcuport Zagreb brachten diese fünf Musiker in kroatischer Männertracht nach Adelboden.

(Bild: Corina Kobi)

Das alle zwei Jahre stattfindende Musikantentreffen der Skiweltcuporte brachte am Samstag bereits zum vierten Male das umtriebige Leben im Dorfkern zum Erliegen. Formationen aus sechs Nationen erfreuten die Herzen der Zuhörer und brachten alle auf ihre Art fremdländische Musik zum Gemüte. Gestartet wurde mit den Vorstellungen der Musikanten auf dem Dorfplatz, wobei die aus vier Vereinen zusammengestellten Musikanten aus dem Grödnertal durch ihre farbenprächtige und an eine Tracht erinnernde Uniform optisch herausstachen.

Platzmoderator Beni Courvoisier gelang es mit seiner amüsanten Art, den Musikanten Würmer aus der Nase zu ziehen. Dabei kam heraus, dass die drei jungen Musikantinnen aus dem norwegischen Hafjell-Kvitfjell mit ihren zum Teil mit Wolle gearbeiteten Trachten wärmer hatten als die in kurzen Lederhosen antretenden vier Buam der Griabigen Musi aus Garmisch-Partenkirchen. Der kälteren Jahreszeit hatten aber die Grödnertaler mehr entgegenzusetzen. Aus einem Bernhardinerfässchen wurde ein wohlschmeckender Barrique-Grappa ausgeschenkt.

Gespannt und überrascht

Der Alkohol war ja nicht das Wichtigste, sondern die musikalische Unterhaltung. Und die boten die sechs Formationen aus Garmisch-Partenkirchen, Kranjska Gora, Zagreb, Gröden Val Gardena, Hafjell-Kvittfjell und den Adelbodner Örgeli-Fründä Ritzgrat zu Genüge. Dem Publikum gefiels; Die meisten bewerteten das Dargebotene mit «gespannt und positiv überrascht» oder: «Ich wusste von der Qualität.»

Als Insider konnte Giorgio Callegari, der Obmann der vier Grödnertaler Musikgruppen aus Wolkenstein, St. Christina, St. Ulrich (Ortisei) und Puflis (Bulla) mehr erzählen. «Wir nehmen bereits zum dritten Mal teil, haben aber Mühe, genügend Musikanten zu finden, welche gleich nach dem grossen Fest «Gröden in Tracht» Anfang August in die Schweiz fahren wollen. Von insgesamt 200 Verbandsmitgliedern kamen nur noch 15 nach Adelboden. Es kann sein, dass wir ab 2021 nicht mehr mitmachen.»

Calligari, in den Achtizigerjahren einer der besten italienischen Weltcupabfahrer, sagte noch mehr: «Der Anlass ist grossartig und eine sehr gute Idee. Er wird sich noch lange im Kalender halten.» Sprachs und wechselte sogleich zum Ladinischen, der ersten Landessprache im Grödner Tal. «Erst danach kommen Deutsch und Italienisch zum Zuge», meinte er und deutete an, dass die Musik und der Sport völkerverbindend seien.

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