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Sommersport auf dem Speichersee

Wakeboarden und Wasserskifahren auf der höchstgelegenen Anlage Europas: Das soll ab nächstem Sommer zwischen Mai und Oktober auf dem Hornberg möglich werden.

So könnte die Anlage beim Speichersee auf dem Hornberg möglicherweise aussehen.
So könnte die Anlage beim Speichersee auf dem Hornberg möglicherweise aussehen.
Visualisierung: PD

Auf dem im Sommer ungenutzten Speichersee auf dem Hornberg wakeboarden: Das ist die Vision von sechs jungen Einheimischen. «Mit diesem Projekt haben wir die Möglichkeit, den vorhandenen See touristisch zu nutzen und ein neues Angebot für Einheimische und Gäste zu schaffen», sagt Marco Reinle vom Verein Wake Up Gstaad.

Herzstück ist die Wakeboardanlage mit einem Elektromotor, welcher geräuschlos und emissionsfrei betrieben werden kann. Zudem wird der Lift mit einer Bar und einzelnen Con­tainern zur Lagerung des Materials und für sanitäre Anlagen ergänzt.«Die gesamte Anlage ist mobil, sprich, wir können diese im Frühling problemlos aufstellen und im Herbst komplett abbauen», erläutert Frederic Thoenen, Verantwortlicher für Technik und Betrieb.

Grösstenteils finanziert

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich laut dem Verein Wake Up auf über 100'000 Franken. Der Betrag soll gemischt finanziert werden. Bereits konnte ein grosser Teil der Finanzierung durch einen Beitrag der Ge­meinde Saanen wie auch durch Zusagen von Sponsoren gesichert werden. Für den verbleibenden Betrag von 30'000 Franken wird diesen Monat ein Crowdfunding durchgeführt. Bei diesem können sich Interessierte mittels eines selbst wählbaren Betrags am Projekt beteiligen und erhalten dafür eine Gegenleistung. Dies könnte beispielsweise ein exklusiver Tag an der Wakeboardanlage sein.

Das Projektteam hat sich für das System 2.0 der deutschen Firma Sesitec GmbH entschieden. Dieser Lift kommt mit nur zwei Masten aus und kann von einer einzelnen Person betrieben werden. Die Fahrtlänge beträgt rund 120 Meter. Zudem ist das System standortunabhängig und kann an jedem anderen See oder Pool genutzt werden. Dank individuell einstellbarer Geschwindigkeit der Fahrt ist das System für Anfänger wie auch für Profis ge­eignet. Das Erlebnis wird für ­fortgeschrittene Wakeboarder ausserdem durch verschiedene Elemente wie Sprünge oder Rails aufgewertet.

«Sobald die Finanzierung ge­sichert ist, werden wir mit der Umsetzung beginnen mit dem Ziel, ab Juni auf dem Hornbergsee wakeboarden zu können», so Raphael Wenger, welcher ebenfalls zum Projektteam gehört. Ab Mitte Juli können dann Interessierte jeweils am Wochenende bei guter Witterung das notwendige Material vor Ort mieten und die Anlage ausprobieren. Während der Hochsaison von Mitte Juli bis Anfang September wird die An­lage täglich für Gäste ohne Vor­anmeldung geöffnet sein. Auf Anfrage wird der Lift auch für Gruppen und Firmen ausserhalb der Öffnungszeiten betrieben.

pd/sp

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