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Spiel mit Worten, Zeichen und Zahlen

Eugen Josts Bilder sind bis Anfang November in der Bibliothek ausgestellt. Sie lassen sich spielerisch entschlüsseln.

Der in Thun lebende Lehrer im «Unruhestand» Eugen Jost (*1950) verbindet seit Jahren auf beeindruckende Weise Mathematik und Kunst. Er experimentiert mit Zeichen und Buchstaben, mit Wortspielen und Gedichten. «In den meisten meiner Arbeiten versuche ich, Sachverhalte aus der Sprache, der Philosophie, der Mathematik spielerisch zu verdichten», erklärt Jost in der Bibliothek Spiez.

«Sprache und Mathematik sehe ich als riesiges Spielfeld. In der Mathematik interessieren mich weniger die anspruchsvollen Beweise, eher das Verblüffende, Spielerische. Dieses findet sich immer wieder in meinen Bildern.» Jost stellte von Thun über Unterseen bis Bern, Aarberg, Zürich und im Ausland von Bonn, Berlin bis Bayreuth, Linz, Athen seine Bilder aus.

Mathemagische Kunststücke

Dass er auch in Spiez kein Unbekannter ist, zeigten die 100 Besucher an der Vernissage. Dort liess Jost alle Anwesenden mit Zahlen spielen, und Zauberer Peter Mürner alias Siderato verband kreativ Wort und Zahl in Magie. Jost inspiriert sich für seine Bilder beim Unterwegssein in der Natur. Er gestalte sie im Kopf. Danach beginnt er in seinem Atelier mit dem Umsetzen. «Das Recherchieren und Planen einzelner Bilder braucht Zeit. Zudem sammle und lese ich viele Bücher, die sich mit Mathematik und ihrer Geschichte befassen», so der Künstler.

«Ich spiele mit Sprache, Mathematik, dem Pinsel auf der Leinwand und auf der Klaviatur meines Computers. Die meisten Bilder male ich mit Acrylfarbe auf Leinwand.» Die 43 Bilder erzählen Geschichten. «Mobile», «k.eins, zwei.fel, trio, Quartett, V.ünf», «Alles hat seine Zeit», «Gegensatzpaare», «Magisches Quadrat», «Fünf… Finger», «Unendlich oft, unendlich klein» bis «Mittelmeergeometrie» nennt Eugen Jost seine Bilder.

Er schafft darüber hinaus allgemeine Anreize, in eine kreative, von Gegensätzen lebenden, verspielte, rationale, emotionale «Zeichen.Schrift.Bild»-Welt einzutauchen. Die Betrachter sind eingeladen, den Inhalt der Bildergeschichten spielerisch zu entschlüsseln. «Ich würde mich freuen, Interessierte durch meine Ausstellung zu führen.»

Die Ausstellung dauert bis2. November und ist während der Öffnungszeiten der Bibliothek zugänglich. Auf Anfrage führt Eugen Jost durch die Ausstellung.Kontakt: eugenjost@bluewin.ch oder Telefon 078 836 67 99

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