Spitäler Interlaken/Frutigen: Erneut mehr Behandlungen als in den Vorjahren

Interlaken/Frutigen

Die Spitäler fmi AG hat die Behandlungszahl erhöht und erzielt einen Jahresgewinn von 2,9 Millionen Franken.

Die Spitäler Interlaken (Bild) und Frutigen behandelten im letzten Jahr insgesamt 62'757 Patienten.

Die Spitäler Interlaken (Bild) und Frutigen behandelten im letzten Jahr insgesamt 62'757 Patienten.

(Bild: Franziska Rothenbühler)

In den Akutbetrieben der Spitäler fmi AG – den Spitälern Interlaken und Frutigen – stieg die Anzahl behandelter Patienten erneut an. Insgesamt waren es 62'757 (Vorjahr: 58'673). Die stationären Austritte lagen mit 10'400 praktisch gleichauf mit dem Vorjahr (10'425), die Anzahl der ambulanten Patientenkontakte stieg um 4'109 auf den bisherigen Höchstwert von 52'357 (48'248). Auch 2018 war circa jeder fünfte in den beiden Akutspitälern behandelte Patient ein Feriengast oder ein Tagestourist.

Die Zahl der Geburten stieg mit 618 gegenüber dem Vorjahr (593) wieder etwas an, was gemessen an der Population im Einzugsgebiet der Oberländer Spitalgruppe dem langjährigen Mittel entspricht.

Gesunde Finanzen

Auch in finanzieller Hinsicht war 2018 ein gutes Jahr für die Spitalgesellschaft. Der Betriebsertrag lag bei rund 165 Millionen, der Betriebsaufwand (Personal, medizinischer Bedarf, Sachaufwand und Abschreibungen) bei rund 162 Millionen Franken. In der Konzern-Erfolgsrechnung wird ein Jahresgewinn von rund 3 Millionen Franken ausgewiesen. Dank diesem Ergebnis ist es der Spitäler fmi AG weiterhin möglich, in die Infrastruktur, die Weiterentwicklung des Angebots und in die Weiterbildung zu investieren und als grösste Arbeitgeberin im Oberland mit knapp 1'500 Mitarbeitenden (davon 145 in der Ausbildung) attraktiv zu bleiben.

Nach der 2017 vollzogenen Integration des Pflegeheims Frutigland ist auch der Seniorenpark Weissenau, Unterseen, das erste volle Jahr Teil der Spitäler fmi AG. Der Übergang habe sich dank ausgezeichneter Vorbereitung ohne nennenswerte Probleme vollzogen, teilen die Spitäler fmi mit. Die individuelle Erkennbarkeit in der öffentlichen Wahrnehmung als Institution der Langzeitpflege wird beibehalten.

Die innovativen Ansätze des fmi-Lean-Managements wurden auch 2018 vorangetrieben. So wurde etwa das manuell geführte Huddle Board versuchsweise durch eine digitale Version ersetzt. Dabei können alle für das Tagesgeschäft relevanten Informationen einfacher abgebildet werden. Zudem sind die Informationen transparenter, visuell besser dargestellt, einfacher zu verwalten und schneller zugänglich.

Niederschwellige Hilfe

Mit der 2018 im Rahmen der Gesamtsanierung des BLS-Bahnhofgebäudes Interlaken-West realisierten und im Mai 2019 eröffneten Walk-in-Clinic Interlaken hat die Spitäler fmi AG ein neues, niederschwelliges Angebot geschaffen. Menschen mit gesundheitlichen Problemen, die keinen Hausarzt haben oder finden, wird ein rascher und unkomplizierter Zugang zu medizinischer Versorgung ermöglicht. Die Erneuerung der Notfallaufnahme Frutigen stehe im Einklang mit dem 2018 erstellten Masterplan für das Spitalareal, der die längerfristige Entwicklung des Standorts in Planform abbilde, schreibt die Spitäler fmi AG weiter.

sp/pd

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