Sportzentrum ist gerettet

Frutigen

Seit dem 15. Dezember gehört das Frutighus der Brügger HTB GmbH. Jetzt kann die Sportzentrum AG finanziell besser vorankommen. Beat Brügger sitzt neu im Verwaltungsrat.

Der Verwaltungsrat der Sportzentrum Frutigen AG blickt positiver in die Zukunft (v.l.): Beat Brügger (HTB, neu im Verwaltungsrat), Jürg Hari, Martin Allenbach (Verwaltungsratspräsident), Samuel Marmet, Annelies Grossen, Franziska Trummer und Patrick Frei.

Der Verwaltungsrat der Sportzentrum Frutigen AG blickt positiver in die Zukunft (v.l.): Beat Brügger (HTB, neu im Verwaltungsrat), Jürg Hari, Martin Allenbach (Verwaltungsratspräsident), Samuel Marmet, Annelies Grossen, Franziska Trummer und Patrick Frei.

(Bild: Rösi Reichen)

Vor dem Frutighus in Frutigen sind bereits Veränderungen durch den neuen Besitzer sichtbar. Das Minigolfhüsi ist weg, und hinter dem Haus liegen grosse Rohre bereit für den Bau des Spielplatzes. «Die Website ist aufgeschaltet, die Werbung läuft an, und seit dem 1. Mai können Camper kommen», erläuterte Beat Brügger. Gegenwärtig führt die Familie das Restaurant, das mit einem neuen grossen Winter­garten erweitert wird. Ab Oktober haben die neuen Besitzer einen Koch verpflichtet. Langsam wird der Betrieb hochgefahren.

Der Verkauf des Frutighus für 1,4 Millionen Franken, dem die Aktionäre am 11. Dezember 2017 an einer ausserordentlichen Generalversammlung zustimmten, sei ein schwieriger Schritt ge­wesen, aber notwendig, fasste der Präsident Martin Allenbach die Ereignisse zusammen. In der 45-jährigen Geschichte war das Lagerhaus das Rückgrat der Sportzentrum AG. Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben dort Sport getrieben, auf dem Fussballplatz gespielt, die Bademöglichkeiten im Frei- und Hallenbad genutzt, geschlafen und gegessen. Mit dem Verkauf an die Einheimischen Beat, Matthias und Thomas Brügger fiel dem Verwaltungsrat ein Stein vom Herzen und sie konnten am Montagabend die Generalversammlung ruhiger angehen als auch schon. Allenbach freut sich, dass Brüggers die Anlage weiter entwickeln und in die sportliche und touristische Zukunft investieren.

Reparaturen nötig

Die Kassierin Franziska Trummer erläuterte die Erfolgsrechnung 2017 mit einem Gewinn von 15 700 Franken bei einem Betriebsertrag von 1,18 Millionen Franken. Mit dem Minus aus dem Vorjahr beträgt der Bilanzverlust 934'900 Franken. Leider sei die Belegung des Frutighus eingebrochen, was wiederum den Erfolg schmälerte. Bei den Banken konnten 600'000 Franken abgezahlt werden. Die Rechnung wurde genehmigt und dem Verwaltungsrat Entlastung erteilt. ­Martin Allenbach ist erleichtert: «Wir haben die Kehrtwendung geschafft und können jetzt agieren, nicht nur reagieren. Auf den jährlichen Beitrag der Gemeinde Frutigen von 415'000 Franken sind wir aber angewiesen.» Beat Brügger wurde neu in den Verwaltungsrat gewählt. Sorgen bereiten dem Verwaltungsrat die Risse und die Ablösung von Platten im Hallenbad. Die Ursache muss geklärt, die Schäden be­hoben werden. Aus der Mitte der Versammlung kam die Anregung, zur Reduzierung der Strom­kosten eine Solaranlage zu in­stallieren.

Berner Oberländer

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