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Stabil und koordiniert

An seiner Hauptversammlung in Unterseen liess sich der ­Verein Kehrichtverwertung Jungfrau über gesetzliche, technische und organisatorische Neuerungen orientieren – unter anderem über die Koordination von Kleidersammlungen.

Mit 9463 Tonnen Hauskehricht und 4498 Tonnen Grünmaterial entsprach auch die Kehrichtmenge aus den Gemeinden der Jungfrauregion 2016 den langjährigen Erfahrungswerten.
Mit 9463 Tonnen Hauskehricht und 4498 Tonnen Grünmaterial entsprach auch die Kehrichtmenge aus den Gemeinden der Jungfrauregion 2016 den langjährigen Erfahrungswerten.
Markus Hubacher

Die statutarischen Traktanden ihrer Delegiertenversammlung in Unterseen erledigten die im Verein Kehrichtverwertung Jungfrau (VKJ) organisierten Aktionärsgemeinden der Abfallverwertungsgesellschaft Avag wie üblich effizient. Präsident Andreas Mühlheim berichtete über ein «unspektakuläres Vereinsjahr», in dem Entsorgung und Verwertung des Abfalls durch die Avag, das Avag-Entsorgungszentrum an der Geissgasse in Interlaken, und der Verkauf der gebührenpflichtigen Abfallsäcke einmal mehr reibungslos funktioniert hatten.

13 961 Tonnen Abfall

Mit 9463 Tonnen Hauskehricht und 4498 Tonnen Grünmaterial entsprach auch die Kehrichtmenge aus den Gemeinden der Jungfrauregion 2016 den langjährigen Erfahrungswerten.

Die VKJ-Rechnung schloss bei einem Aufwand von 817 Franken mit einem Verlust von 751 Franken, nachdem der Verein keine ausserordentlichen Aktivitäten hatte finanzieren müssen. Doch er stehe bereit, falls es nötig sein sollte, erklärte Mühlheim. Eine offene Frage ist zum Beispiel, ob die Umladestation Zweilütschinen eine Zukunft hat oder mittelfristig der Geissgasse angegliedert wird.

Die Delegierten genehmigten alle Geschäfte diskussionslos und wählten Fritz Gimmel (Beatenberg) einstimmig als Vertreter der Region Thunersee in den Vorstand, wo er die Nachfolge Michael Steiners (Leissigen) antritt.

Pilotprojekt auf dem Bödeli

Im zweiten Teil der Versammlung liessen sich die Gemeindedelegierten über Projekte der Avag und über die Umsetzung des seit Juni 2017 geltenden kantonalen Sachplans Abfall orientieren.

Ganz neu ist ein Pilotprojekt der Avag mit den Bödeligemeinden Matten, Interlaken und Unterseen zur Koordination der verschiedenen Kleidersammlungen.

Regional koordinieren

Wie Werner Grossen von der Avag-Geschäftsleitung erläuterte, erhalten die Gemeinden – die auch für den textilen Siedlungsabfall verantwortlich sind – zunächst den Überblick über die verschiedenen Sammelstellen auf ihrem Gebiet. So können sie auch ihre Bewilligungs- und Gebührenpolitik gegenüber den verschiedenen karitativen und kommerziellen Sammelorganisationen besser steuern und regional koordinieren.

Schlamm filtern

Fragen der Gemeindevertreter betrafen das Altglas sowie den Schlamm, der bei der Leerung von Strassenabwasserschächten anfällt. Der Schlamm darf nun definitiv nicht mehr über die ARA entsorgt werden, sondern muss gefiltert und als Abfall behandelt werden. Das ist sehr viel teurer.

Günstigere Lösungen werden jedoch derzeit getestet, wie Martin Moser vom kantonalen Amt für Wasser und Abfall erklärte. Und Werner Grossen von der Avag versprach eine genaue Definition der Altglasmenge, die bei den Entsorgungszentren noch gebührenfrei abgeliefert werden darf.

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