Zum Hauptinhalt springen

Steff la Cheffe on ride im Schnee

Steff la Cheffe im Saanenländer Schnee: Die Herz-Schritt-Macherin der Nation war am «Ride on Music» in Schönried.

Steff la Cheffe freute sich über die Tanzfreude des Saanenländer Publikums. Foto: Anne-Marie Günter
Steff la Cheffe freute sich über die Tanzfreude des Saanenländer Publikums. Foto: Anne-Marie Günter

«S isch äbe ä Mönsch uf Ärde». Das alte Guggisberg-Volkslied ist bei Steff la Cheffe angekommen. Und spitzenmässig aufgehoben. Im Blaulicht der Scheinwerfer tönte die traurige Liebesgeschichte in Schönried stark und hoch aktuell, weil unglückliche Liebesgeschichten halt immer wieder vorkommen. Das Publikum freute sich trotz eventuellem Liebeskummer und tanzte mit der Berner Rapperin. Zu ihren neuen Songs aus dem Album «Herz Schritt Macherin», zu Songs, die sie nur live singt, und natürlich auch zum aufmüpfigen Modi-Song «Ha ke Ahnig».

Ahnung, und zwar von guten Texten, eingängigen Tunes, Perkussionsvarianten und harten Drums haben aber Steff la Cheffe und ihre Band ganz viel: Hip-Hop à la Steff la Cheffe hat sich zu einem persönlichen unverwechselbaren Stil entwickelt. «Es ist ein feministisches und musikalisches Manifest», schrieb Bänz Friedli über ihr neues Album.

Das Festzelt, in dem Steff am Freitag auftraten, stand auf dem ersten Pistenflachstück nach der Talstation der Horneggli-Bahn in Schönried. Der Zeltboden war ein weisses Vlies auf weissem Schnee, und ums Zelt herum gabs ein aufgeblasenes Iglu, Verpflegungsstände und eine zweite Bühne. Diese hatte eine Schneeskulptur mit Sonnenstrahlen als Bühnenbild.

Wenig Sonne

So viel Sonne hatten die Organisatoren des 7. «Ride on Music»-Festivals übers Wochenende leider nicht. Obschon sie es verdient gehabt hätten: Mit vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern haben Björn Schär, Michel Hediger, Hannes Marmet, Frederic Thoenen, Raphael Wenger und Marco Reinle ein besonderes Festival aufgebaut.

In der Gemeinde, wo mehr die klassische Musik zu Hause ist, bieten sie ein spannendes musikalisches Alternativprogramm; es ist gewissermassen Freeriden auf Rock-, Funk-, Soul- und Rapwellen. Tagsüber gibts Konzerte im Skigebiet, in der Horny Bar, im Igludorf, in der Pistenbar Pasatiempo oder sogar unterwegs auf der Piste, abends trifft man sich im Festival-Village hinter der Horneggli-Talstation.

Viele Frauen

«Dieses Jahr haben wir fürs Line-up bewusst Frauen gewählt», sagt OK-Präsident Björn Schär. Neben dem hochaktuellen Topact Steff la Cheffe waren es KT Gorique, die Rapperin mit Wurzeln in der Elfenbeinküste, und die englischen Rockerinnen Rees.

Der Saanenländer Holzbauingenieur Björn Schär besucht das Jahr über Live-Events und puzzelt – im Spannungsfeld zwischen Verfügbarkeit der Bands und finanziellen Möglichkeiten – ein spannendes und vielfältiges Programm für das «Ride on Music» zusammen. Das Team schaut darauf, dass auch französischsprachige Bands dabei sind, die Romandie liegt im Saanenland doch sehr nahe.

«Ein Jahr kommen wir finanziell raus, das andere nicht», sagt Schär. Und dankt für Freiwilligenarbeit und Sponsoren. Dieses Jahr erwartet er rund 3500 Festivalgäste. Entstanden ist das Festival, als ein Freeride-Event zu Ende ging. Den Sommer über bieten die «Ride on Music»-Organisatoren übrigens Wakeboarden auf dem Hornberg-Beschneiungssee an.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch