Steine auf dem Weg zum Biketrail

Adelboden

Der «Flowtrail» vom Chuenisbärgli ins Bergläger sei nicht genehmigungsfähig, argumentiert das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung. Die Initianten sind enttäuscht, setzen die Planung aber fort.

Der «Flowtrail» soll vom Höchst (oben am Sessellift) bis ins Bärgläger führen.

Der «Flowtrail» soll vom Höchst (oben am Sessellift) bis ins Bärgläger führen.

(Bild: Corina Kobel)

Eigentlich hätten in Adelboden bereits im Herbst die Bauarbeiten für den «Flowtrail Höchst», eine Bikestrecke vom Chuenisbärgli ins Bergläger, beginnen sollen. Eigentlich. Denn vorerst wird daraus nichts: Das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) hat den Adelbodner Gemeinderat zurückgepfiffen. Im April 2018 hatte dieser im gemischt-geringfügigen Verfahren eine Änderung der Überbauungsordnung (ÜO) «Tourismusgebiet Chuenisbärgli-Silleren-Hahnenmoos» beschlossen, um den Weg für den Biketrail zu ebnen. Die entsprechenden Unterlagen reichte die Gemeinde vergangenen März zur Prüfung beim AGR ein.

Dieses kommt nun zum Schluss, dass das gemischt-geringfügige Verfahren nicht ausreiche: Die Aufnahme einer neuen Nutzungsart in die entsprechende ÜO bedinge ein öffentliches Verfahren, argumentiert die Behörde. Zudem stützt sich das Amt auf eine Einsprache der Pro Natura. Die Naturschutzorganisation hatte auf die grösseren Auswirkungen auf Raum und Umwelt hingewiesen, welche durch das zusätzliche Besucheraufkommen und den Bau des Trails entstehen würden.

Enttäuschung bei Gemeinde

In einer Medienmitteilung verhehlt der Gemeinderat nicht, dass er vom Entscheid enttäuscht ist. Er verweist darauf, dass im Vorfeld «etliche Kontakte» mit dem AGR stattgefunden hätten. Die Gemeinde werde die Gelegenheit nutzen, sich den Negativentscheid erklären zu lassen. Hierzu finde in naher Zeit ein Gespräch mit den verantwortlichen Personen des Kantons statt, ist der Mitteilung weiter zu entnehmen. Man werde versuchen, das AGR noch umzustimmen, sagt die Adelbodner Gemeindeschreiberin Jolanda Lauber. Falls dies nicht gelinge, «dann dauert alles viel länger». Ein öffentliches Verfahren würde nämlich bedeuten: Mitwirkung, Vorprüfung durchs AGR, öffentliche Auflage und anschliessend ein Entscheid der Gemeindeversammlung.

Vom «Bikeland Adelboden-Lenk … dänk!» lassen sich die IG Flowtrail Höchst, die Einwohnergemeinde, die Tourismusorganisation Adelboden-Lenk-Kandersteg AG (TALK) und die beteiligten Bergbahnen nicht so schnell abbringen. «Für die angedachten vier bis sechs Trails muss ohnehin eine ÜO zur Sommernutzung ausgearbeitet werden», sagt Roland Berger, Verwaltungsratspräsident der TALK AG, welche mit der Projektleitung betraut ist. Man habe gehofft, dass zumindest ein erster Trail im Rahmen eines kleinen Verfahrens bewilligt und noch dieses Jahr gebaut werden könne. Falls zwischen dem Gemeinderat und dem AGR keine Einigung möglich sei, werde wohl auch der «Flowtrail Höchst» in die ohnehin zu erarbeitende ÜO integriert.

TALK prüft Varianten

«Die Planung für die Trails ist so oder so im Gange», sagt Roland Berger, daran ändere der Entscheid des AGR nichts. Aktuell prüfe die TALK verschiedene Varianten für Biketrails und plane die Gespräche mit den jeweiligen Landbesitzern. Bis die verschiedenen Trails befahrbar sind, dürften aber mindestens noch zwei Jahre vergehen.

Eigentlich hätten in Adelboden bereits im Herbst die Bauarbeiten für den «Flowtrail Höchst», eine Bikestrecke vom Chuenisbärgli ins Bergläger, beginnen sollen. Eigentlich. Denn vorerst wird daraus nichts: Das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) hat den Adelbodner Gemeinderat zurückgepfiffen. Im April 2018 hatte dieser im gemischt-geringfügigen Verfahren eine Änderung der Überbauungsordnung (ÜO) «Tourismusgebiet Chuenisbärgli-Silleren-Hahnenmoos» beschlossen, um den Weg für den Biketrail zu ebnen. Die entsprechenden Unterlagen reichte die Gemeinde vergangenen März zur Prüfung beim AGR ein.

Dieses kommt nun zum Schluss, dass das gemischt-geringfügige Verfahren nicht ausreiche: Die Aufnahme einer neuen Nutzungsart in die entsprechende ÜO bedinge ein öffentliches Verfahren, argumentiert die Behörde. Zudem stützt sich das Amt auf eine Einsprache der Pro Natura. Die Naturschutzorganisation hatte auf die grösseren Auswirkungen auf Raum und Umwelt hingewiesen, welche durch das zusätzliche Besucheraufkommen und den Bau des Trails entstehen würden.

Enttäuschung bei Gemeinde

In einer Medienmitteilung verhehlt der Gemeinderat nicht, dass er vom Entscheid enttäuscht ist. Er verweist darauf, dass im Vorfeld «etliche Kontakte» mit dem AGR stattgefunden hätten. Die Gemeinde werde die Gelegenheit nutzen, sich den Negativentscheid erklären zu lassen. Hierzu finde in naher Zeit ein Gespräch mit den verantwortlichen Personen des Kantons statt, ist der Mitteilung weiter zu entnehmen. Man werde versuchen, das AGR noch umzustimmen, sagt die Adelbodner Gemeindeschreiberin Jolanda Lauber. Falls dies nicht gelinge, «dann dauert alles viel länger.» Ein öffentliches Verfahren würde nämlich bedeuten: Mitwirkung, Vorprüfungs durchs AGR, öffentliche Auflage und anschliessend ein Entscheid der Gemeindeversammlung.

Bikeland weiter in Planung

Vom «Bikeland Adelboden-Lenk dänk...» lassen sich die IG Flowtrail Höchst, die Gemeinde, die Tourismusorganisation Adelboden-Lenk-Kandersteg AG (TALK) und die beteiligten Bergbahnen nicht so schnell abbringen. «Für die angedachten vier bis sechs Trails muss ohnehin eine ÜO zur Sommernutzung ausgearbeitet werden», sagt Roland Berger, Verwaltungsratspräsident der TALK AG, welche mit der Projektleitung betraut ist. Man habe gehofft, dass zumindest ein erster Trail im Rahmen eines kleinen Verfahrens bewilligt und noch dieses Jahr gebaut werden könne. Falls sich der Gemeinderat nicht mit dem AGR einigen könne, werde wohl auch der Flowtrail Höchst in die ohnehin zu erarbeitende ÜO integriert.

«Die Planung für die Trails ist so oder so im Gange», sagt Roland Berger, daran ändere der Entscheid des AGR nichts. Aktuell prüfe die TALK verschiedene Varianten für Biketrails und plane die Gespräche mit den jeweiligen Landbesitzern. Bis die verschiedenen Trails befahrbar sind, dürften aber mindestens noch zwei Jahre vergehen.

Berner Zeitung

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