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Millionen für neue Bahnwagen

20 neue Bahn­wagen ermöglichen künftig die umsteigefreie Zugreise zwischen Interlaken-Ost und Montreux. Doch dieser Komfort hat seinen Preis.

Fritz Lehmann
Visualisierung: So futuristisch werden...
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zvg
...aussehen.
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Die neue Umspuranlage in Zweisimmen...
Die neue Umspuranlage in Zweisimmen...
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Mit futuristischem, italienischem Design vom Oberland an die Gestade des Genfersees fahren ohne Umsteigen: Das macht die Montreux-Oberland-Bahn (MOB) möglich. Sie hat mit dem Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler einen Vertrag für die Lieferung von 20 Schmalspur-Personenwagen unterzeichnet. Das teilt die MOB mit. «Die Wagen werden mit grossen Panoramafenstern und komfortablen Sitzen ausgestattet», heisst es weiter.

Über den Preis schweigt sich das Unternehmen aus, «weil noch nicht alle Details betreffend die Innenausstattung zu hundert Prozent sicher sind», sagt dazu MOB-Mediensprecher Hans-Ruedi Gerber. Aber es seien schon mehrere Millionen Franken, der Auftrag zum Bau sei bereits erteilt.

Italienisches Design

Das Aussehen der neuen Wagen stammt von der italienischen Designschmiede Pininfarina, die unter anderem auch mit Ferrari zusammenarbeitet.

Gemäss MOB werden die Bahnwagen nach dem Bau auf spezielle Drehgestelle montiert, die am Bahnhof Zweisimmen vom MOB-Meterspurnetz auf das BLS-Normalspurnetz umgespurt werden können. Nicht umspurfähig sind hingegen die BLS-Lokomotive und der MOB-Triebwagen; diese werden wie bis anhin an- und abgekuppelt.

Die umsteigefreie Reise zwischen Montreux und Interlaken-Ost vermarkten die MOB und die BLS gemeinsam unter dem Namen Golden-Pass-Express. Das Projekt sei in der Schweiz einzigartig, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Wagen müssten auf zwei Spurbreiten mit unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen und unterschiedlichen Strom- und Signalsystemen funktionieren. Deshalb würden zu verschiedenen Jahreszeiten und Wetterbedingungen Tests durchgeführt.

Umbau verzögert sich

Die Umspuranlage für den Spurwechsel wird derzeit am Bahnhof Zweisimmen im Zuge der Modernisierung (Kosten 58 Millionen) von BLS und MOB gebaut. «Wir sind auf Kurs», verrät Gerber. Im Herbst sollen Testfahrten mit neu entwickelten Drehgestellen stattfinden, die an bestehende Wagen montiert werden. Für die Zulassung der Umspuranlage seien umfangreiche Testfahrten nötig, deshalb gebe es Verzögerungen, heisst es in der Mitteilung.

Die umsteigefreie Verbindung könne nicht wie ursprünglich geplant Ende 2019 angeboten werden. Eine umsteigefreie Reise zwischen Montreux, Zweisimmen und Interlaken-Ost werde erst ab Ende 2020 möglich sein, heisst es abschliessend.

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