Unerwartet günstige Lösung

Iseltwald

Die Gemeindedelegierten des Schlachthausverbandes genehmigten die Rechnung 2017, die 16'000 Franken besser schloss als budgetiert.

Die kombinierte Schlachtanlage Bödeli verzeichnete 2017 mit 1300 geschlachteten Tieren eine konstante Auslastung.

Die kombinierte Schlachtanlage Bödeli verzeichnete 2017 mit 1300 geschlachteten Tieren eine konstante Auslastung.

(Bild: Bruno Petroni)

Schon seit Jahren hat der Gemeindeverband für die kombinierte Schlachtanlage Bödeli und Umgebung damit gerechnet, dass die alte Kühlanlage ersetzt werden muss. «Doch nach einer umfassenden Revision läuft die Anlage nun wieder gut und sicher», berichtete Präsident Peter Zwahlen an der Abgeordnetenversammlung vom Donnerstag in Iseltwald. Der Vorstand rechnet damit, dass der Verband mit der grossen Investition ein paar Jahre warten kann.

Öffentliche Aufgabe

Bei einem Aufwand von insgesamt 159'154 Franken schloss die Rechnung 2017 mit 3312 Franken Aufwandüberschuss – rund 16'000 Franken besser als budgetiert. Grösster Posten ist die Kadaversammelstelle, die das Schlachthaus für die Verbands­gemeinden betreibt.

Die Ent­sorgung von toten Tieren und Schlachtabfällen aus dem Verbandsgebiet mit seinen gegenwärtig 30'362 Einwohnern kostete die Gemeinden im letzten Jahr 84'612 Franken (2.79 Franken pro Einwohner) für total 162 Tonnen Konfiskat.

Die Bedeutung einer ordentlichen Entsorgung wird gerade jetzt wieder durch die Afrikanische Schweinepest in Erinnerung gerufen. Schlachthausbetreiber Heinz Seiler berichtete, dass die Anlage vom Kanton inspiziert und mit einer speziellen Wanne ausgerüstet worden ist, in der ein totes Wildschwein – sollte überhaupt ein Tier in der Region erlegt werden – während der Untersuchung und bis zur fachge­rechten Entsorgung sicher auf­bewahrt werden könnte.

Konstante Auslastung

Die Auslastung des Schlachtbetriebs blieb 2017 mit insgesamt 1300 geschlachteten Tieren etwa konstant. «Nur bei den Schweinen war die Zahl rückläufig», berichtete Heinz Seiler. Doch beim Grossvieh seien die Zahlen der Tiere, die von den Landwirten grossenteils direkt vermarktet werden, stabil.

Eine besondere Herausforderung ist die unterschiedliche Auslastung. «Aber wir tun unser Möglichstes, damit der Betrieb ruhig läuft und die Tiere so wenig Stress wie möglich haben – auch, wenn wie letzten Montag fast fünfzig Tiere an einem Tag kommen.»

Tote Tiere nicht verstecken

Auch bei der Kadaversammelstelle können in begründeten Fällen Ausnahmen von den normalen Annahmezeiten mit dem Betrieb vereinbart werden. Seiler rief die Benutzer der Sammel­stelle aber einmal mehr ein­dringlich auf, sich wenn immer möglich an die Öffnungszeiten zu halten und keine toten Tiere oder Schlachtabfälle vors Tor zu legen. «Und schon gar nicht sollten sie irgendwo auf dem Areal versteckt werden.»

Die anwesenden Abgeordneten genehmigten die Jahres­rechnung einstimmig. Allerdings waren nur 14 von 30 Stimmen vertreten; beschlussfähig wäre die Versammlung aber erst mit 16 Stimmen. Der Vorstand führte die Versammlung auf Wunsch der Abgeordneten doch durch und wird schauen, ob und wie eine nachträgliche Zustimmung der Abwesenden möglich ist.

Öffnungszeiten Kadaversammelstelle: Montag, Mittwoch, Freitag, 10.30–11.30 Uhr.

Berner Oberländer

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