«Unter bernischer Kontrolle»

Lauenen

Am traditionellen Züpfe-Zmorge im Hotel Alpenland stellten die beiden Besitzer, Johann Schneider-Ammann und Willy Michel, ihr umgebautes Gasthaus vor.

Sind zuversichtlich (v.l.): Alpenland-Besitzer Johann Schneider-Ammann und Willy Michel mit Gastgeber Michael Ming.

Sind zuversichtlich (v.l.): Alpenland-Besitzer Johann Schneider-Ammann und Willy Michel mit Gastgeber Michael Ming.

(Bild: Stefan Kocherhans)

In die Hotellerie des Saanenlandes wird investiert: Nach der Neueröffnung des Hotels Ermitage in Schönried wurde am traditionellen Züpfe-Zmorge (wird jeweils am astronomischen Sommeranfang offeriert) der Umbau des Hotels Alpenland in Lauenen vorgestellt.

Innerhalb von 11 Wochen wurde das Restaurant völlig umgebaut. Die Eröffnung der neuen Gastronomiewelt mit Bar, Restaurant und der Kamin-Lounge lockte rund 100 Gäste nach Lauenen.

Gute Saison in Aussicht

Das 1990 erbaute Hotel beim Skilift Lauenen ist ein beliebter Treffpunkt von Einheimischen und zahlreichen Gästen. Mit seinen 20 Zimmern und zwei Wohnungen bietet es 62 Gästen eine Schlafgelegenheit. Gastgeber Michael Ming ist für dieses Jahr zuversichtlich: «Der jetzige Buchungsstand gibt Anlass zu Optimismus, und wenn das Wetter mitspielt, wird das eine sehr gute Saison».

Talk mit den Besitzern

Die langjährigen Eigentümer des Chalet-Hotels gaben den Besuchern einen Einblick in ihr Unternehmerleben. Zugleich sprachen sie von ihren Herzensangelegenheiten, zu denen natürlich auch «ihr» Hotel Alpenland zählt. Dank der ausgezeichneten Moderation durch Regula Tanner erfuhren die Frühaufsteher (der Anlass begann um 7 Uhr) von den Besitzern einiges aus ihrem Leben.

Willy Michel sollte nach den Wünschen seines Vaters Metzger werden, ihn interessierte als Knabe der Bäckerberuf; da er aber nicht so ein Morgenmensch sei, vergass er das bald wieder. Johann Schneiders Vater fand, dass sein Sohn auch Veterinärmediziner werden sollte. «Und so musste ich Latein büffeln anstatt Fussball zu spielen! Aber beim Studium lernte ich dafür meine Frau kennen.»

Weshalb das Saanenland?

Immer wieder gab es während des Talks etwas zu lachen. Der Alt-Bundesrat lernte das Saanenland kennen, weil er mit seiner Frau weit weg von Grindelwald und Adelboden (wo Eltern und Schwiegereltern ihr Feriendomizil hatten) sein wollte, wie er schmunzelnd bemerkte.

Willy Michel, der bereits seit langer Zeit in Gstaad ein Chalet sein Eigen nennt, fand, dass Lauenen ein Bijou sei, «es gefällt mir besser als Gstaad.» Das war wohl mit ein Grund, dass die beiden erfolgreichen Unternehmer kurz nach der Jahrtausendwende das Hotel kauften, «damit es unter bernischer Kontrolle bleibt; sonst würde jetzt eine andere Sprache hier geredet», witzelte Johann Schneider-Ammann.

Beide Unternehmer haben eine weitere Gemeinsamkeit: Sie beschäftigen sich gern mit ihren vier Enkeln und geniessen das Privileg, Grossvater zu sein. Langweilig wird es in ihrem Rentnerleben bestimmt nicht, da haben sie immer noch Projekte auf Lager: Michel unterstützt unter anderem die Diabetesforschung, und Schneider-Ammann liegt die Ausbildung von jungen Leuten nach wie vor am Herzen.

Berner Oberländer

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt