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Verheerendes Signal

Redaktor Samuel Günter über die mögliche Aufhebung von kantonalen Dienststellen in Frutigen und Interlaken.

Der Kanton Bern steckt viel Geld in die Standortförderung, um Firmen in alle Regionen des Berner Oberlandes zu locken. Geschenkt! Schliesslich hält die Regierung in ihrer Antwort auf die Motion Thomas Knuttis fest, eine Zentralisierung von Teilen der Verwaltung aus Frutigen und Interlaken weg nach Thun ergebe aus betriebswirtschaftlichen Gründen Sinn.

Das Signal ist verheerend: Wie will der Kanton gegenüber privaten Firmen das Bödeli oder Frutigen glaubwürdig als Standort preisen, wenn die Regierung am Sinn und an der Rentabilität seiner eigenen Dienststellen zweifelt?

Störend ist auch, dass die Regierung in ihrer Antwort schon vorgibt, dass ein gesamtoberländisches Grundbuchamt in Thun wäre. Wieso? Ein Ausbau wäre, egal, an welchem Standort, nötig und käme in Spiez oder Interlaken wohl billiger. Aber in Bern scheint man nicht einmal gewillt, dies überhaupt zu prüfen.

Sicher lobenswert ist das Bekenntnis von Thuns Stadtpräsident Raphael Lanz zum Zusammenhalt. Man werde sich «nicht aktiv» um die Stellen bemühen, verspricht er. Das ist weitsichtig, schliesslich ist eine starke Stadt Thun auf ein gesundes Oberland angewiesen.

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